| 2. Private Sauna | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 2.1. Vorbemerkung Die Sauna stellt die
am weitesten verbreitete Art des Steinschwitzbades dar.
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| Um Entspannung und
Erholung zu ermöglichen, sollte in jedem Fall ein ruhiger, aber dennoch gut erreichbarer
Standort für den Einbau der Sauna gewählt werden. Um ihre Attraktivität für Benutzer zu sichern, sollte sie nicht in abgeschiedenen, ungeeigneten Winkeln oder Ecken, die ohnehin für keine andere Nutzung geeignet sind, angeordnet werden. Wasser- , Abwasser- und Stromanschlußmöglichkeiten müssen am gewählten Standort gegeben sein. Eine evtl. Angliederung an Schwimmbecken oder ähnliches sind in der Regel zu bevorzugen. |
| Grundsätzlich sind alle
Geschosse für den Einbau einer Sauna geeignet. Der nachträgliche Einbau von Anschlüssen ist in der Regel möglich, erhöht jedoch die Kosten und erfordert lästige Baumaßnahmen (Lärm, Dreck). Bei geeigneter Grundrißanordnung kann eine Mitbenutzung der bereits vorhandenen Sanitäreinrichtungen und Wohnräume (Umkleiden, Ruhen) zur Kostensenkung beitragen. Die Raumhöhe erfordert eine lichte Höhe von mindestens 2,25 m. Dies kann bei der Anordnung in Dach- und Kellerräumen zu Problemen führen (Abhilfe: z.B. Absenken des Fußbodenaufbaues in Kabinenbereich). Im Handel werden viele verschiedene Kabinen angeboten.
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| Auch hier kann eine mögliche
Mitbenutzung der bereits vorhandenen Sanitäreinrichtungen und Wohnräume für die
Standortwahl in Betracht kommen. Um eine ganzjährige Nutzung zu ermöglichen, sollten Witterungseinflüsse und damit erforderliche Schutzmaßnahmen (Windschutz, Regenschutz etc.) nicht außer Acht gelassen werden. Ggf. gewährleistet ein Sichtschutz ungestörte Bewegung im Freien. Blockhäuser werden in den verschiedensten Varianten auf dem Markt angeboten.
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Um den Anforderungen
und dem reibungslosem Ablauf eines Saunabetriebes gerecht zu werden, sollte man folgendes
Funktionsschema (siehe folgende Abb.) beachten.
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| Grundsätzlich sind
für den Saunabau keine Baustoffe geeignet, die sich nach dem Aufheizen durch eine große
Wärmeabstrahlung auszeichnen. Sie tragen zur Verschlechterung des Saunaklimas bei. Ungeeignete Baustoffe sind z.B.:
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| Die Wärmedämmung wird an der
Innenseite der Saunakabine angebracht. Dies bedingt eine kürzere Aufheizzeit und eine
Vermeidung von Wärmebrücken. An die Dämmstoffe werden erhöhte Anforderungen gestellt:
Zwischen Saunakabine und
angrenzenden Räumen bzw. Außenraum treten erhebliche Temperaturdifferenzen (bis etwa 130
Kelvin) auf. Dies erfordert eine zusätzliche Dämmung. Dabei gilt, je dicker die
Dämmschicht, um so weniger Energieverluste treten auf. |
| Für Wand-, Deckenverkleidung
und Sitzstufen der Saunakabine wird der Baustoff Holz verwendet. Das Holz hat folgende Vorteile:
Darüber hinaus paßt es
sich der jeweils herrschenden Feuchtigkeit an und wirkt sich somit positiv auf das Klima
in der Sauna aus.
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| Um ein optimales
Saunabad zu ermöglichen, müssen manuell verstellbare Be- und Entlüftungsöffnungen in
der Kabine angeordnet werden. Dabei spielt die Art ihrer Anordnung eine wesentliche Rolle (Belüftungsöffnung: Anordnung in unmittelbarer Umgebung des Ofens, Entlüftungsöffnung: Anordnung ca. 80 cm unter der Decke an der dem Ofen gegenüberliegenden Wand). Von einer mechanischen Be- und Entlüftung sollte Abstand genommen werden. |
| Die Saunakabine stellt erhöhte Anforderungen an Konstruktion, Wärmedämmung, Dichtung und Dampfsperre. |
| Die Dampfsperre ist extrem
hohen Temperaturbelastungen ausgesetzt. Deshalb haben sich korrosionsbeständige Metallbleche, -folien und -bahnen aus Aluminium, Kupfer oder Zink, die durch Falzen, Kleben, Heften oder Nageln verbunden werden, bewährt. Die Dampfsperre wird an den Wänden vor der Wärmedämmung zum Innenraum hin angebracht. |
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| Der Deckenaufbau muß
Wasserdampfdiffusion gewährleisten, da die Deckenkonstruktion keine Dampfsperre
(ansonsten Tropfwasserbildung) enthalten darf. Aufbau Decke einer freistehenden Saunaaußenwand:
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Fußböden müssen u.a.
folgenden Anforderungen gerecht werden:
Der Fußboden wird mit einem
Gefälle (ca. 1,5 %) zur Türe versehen. |
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| Der Saunaofen sollte an der
Wand und nach Möglichkeit in einer Ecke der Sauna angeordnet werden. Materialien wie Metall, Keramikplatten oder dgl. sollten aufgrund ihrer hohen Wärmeabstrahlung (nach Erwärmung) nicht im Bereich des Ofens angebracht werden. Holzgitter schützen die Benutzer vor Kontakten mit dem heißen Ofen. |
| Die Steinmenge ist von dem
Volumen der Sauna und dem Ofen abhängig. Die Steine müssen gegenüber starken Temperaturschwankungen unempfindlich sein, einer Temperatur bis zu etwa 900 °C standhalten und dabei keine Gase entwickeln. Beispiele für geeignete Steine sind:
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| Öfen mit unterbrochener
Beheizung erfordern eine größere Menge an Steinen, da diese zur Wärmespeicherung
dienen. Die Steine, die oberhalb der Feuerstelle angebracht sind, werden vor dem Bad stark erhitzt. Vor Badebeginn wird das Feuer gelöscht. Die Steine geben dann ihre Wärme relativ langsam an die Saunaluft ab. Diese langsame Luftumwälzung ist, im Vergleich zur schnelleren Luftumwälzung bei Öfen mit fortlaufender Beheizung, dem Saunaklima zuträglicher. |
| Dabei dienen die Steine
ausschließlich dem Aufguß. Diese Öfen sind in der Regel im Vergleich zu Öfen mit unterbrochener Beheizung kleiner. Sie sind meistens nicht wärmegedämmt und geben ihre Wärme in Form von Strahlungswärme an den Saunaraum ab. Elektroöfen und Öfen mit Feuerungsraum (überwiegend mit Holz beheizt) sind die gebräuchlichsten Öfen dieser Art. |
| Aus
wärmeschutztechnischen Gründen sollte auf ein Fenster verzichtet werden. Ist dies jedoch aus gestalterischen oder anderen Gründen erwünscht, sollte das Fenster so klein wie möglich gehalten werden. Dabei dürfen nur Holzfenster verwendet werden. Ein innenliegender Fensterladen dient als zusätzlicher Wärmeschutz. Die Brüstungshöhe sollte etwa 75 cm über dem Fußboden betragen. Saunafenster in einem Massivgebäude können mit dem Außenfenster durch einen Holztunnel verbunden werden. |
| Generell muß bei dem
Einbau der Türe auf Dichtigkeit (Zugvermeidung) geachtet werden. Eine Schwelle von etwa 15 cm Höhe trägt zur Einschränkung von Wärmeverlusten bei. Die Türöffnung sollte aus Energiespargründen möglichst klein ausgebildet sein (z.B. Breite 700 mm, Höhe 1 850 mm). In der Regel besteht die aufgedoppelte Türe aus Lärchen- oder Kiefernholz und schlägt nach außen auf. Der Türgriff wird aus Holz angefertigt. Sichtfenster (Isolierverglasung) dienen zur Überwachung von Badenden und werden nach außen mittels Schieber verschlossen. Sie finden vor allem in größeren Saunen Anwendung. |