| 4. senkrechtes Abdichten der Kelleraußenwand | ||||||||
| 4.1. Vorbemerkung Durchfeuchtete Keller- und Außenwände benötigen wesentlich mehr Heizenergie. Das Anbringen von senkrechter Abdichtung ist grundsätzlich innen als auch außen möglich. Die Abdichtung auf der Kellerinnenseite ist weit weniger aufwendig, da keine Ausschachtung und vor allem Bewegungsraum für die Arbeit geschaffen werden muß. Sie ist jedoch nur geeignet, wenn das Gebäude bereits über eine waagerechte Dichtungsschicht verfügt. Da dies normalerweise bei Altbauten nicht der Fall ist, ist eine senkrechte Abdichtung an der Außenseite ratsam. Kapillar aufsteigende Feuchte kann jedoch nur durch Einbringen einer Horizontalsperre unterbunden werden. |
||||||||
|
Die Ursache der
Feuchtigkeit muß vor dem Anbringen der senkrechten Dichtungsschicht in jedem Fall
geklärt sein. Es ist zu untersuchen, ob es sich um folgende Ursachen handelt:
Im folgenden werden
senkrechte Abdichtungsmöglichkeiten der Außenwände angesprochen, deren Feuchtigkeit
durch Erdfeuchtigkeit bedingt ist. |
| Der Sperrputz wird
zweilagig auf das vorhandene Mauerwerk aufgebracht, davor wird eine Schutzschicht im
Bereich des Erdreichs eingebaut. Ist dies erforderlich, kann zusätzlich eine Drainage, Horizontalsperre im Kellerfußbodenbereich und eine Kellerfußbodenabdichtung angebracht werden. |
| Im Sockelbereich wird
auf das Mauerwerk Sperrputz angebracht. Im Erdbereich wird auf eine Ausgleichsschicht Bitumenanstrich und zwei bis drei Lagen bituminöse Beschichtung aufgebracht. Eine Schutzschicht, wie z.B. Wellplatten, ist auch hier im Bodenbereich vor der Beschichtung erforderlich. Drainage, Horizontalsperre im Kellerfußbodenbereich und eine Kellerfußbodenabdichtung kann bei dieser Lösungsmöglichkeit zusätzlich notwendig werden. |
| Im Sockelbereich wird
auf das Mauerwerk Sperrputz angebracht. Im Erdbereich wird auf eine Ausgleichsschicht zwei bis dreilagige Dichtungsschlämme aufgebracht. Eine Schutzschicht, ist auch hier im Bodenbereich vor der Dichtungsschlämme erforderlich. Drainage, Horizontalsperre im Kellerfußbodenbereich und eine Kellerfußbodenabdichtung kann bei dieser Lösungsmöglichkeit zusätzlich notwendig werden. |
| Im Sockelbereich wird
auf das Mauerwerk Sperrputz angebracht. Im Erdbereich wird auf einen Voranstrich (eventuell Ausgleichsschicht nötig) zwei Lagen Dichtungsbahnen eingebaut. Eine Schutzschicht, wie z.B. Wellplatten, ist auch hier im Bodenbereich vor den Dichtungsbahnen erforderlich. Drainage, Horizontalsperre im Kellerfußbodenbereich und eine Kellerfußbodenabdichtung kann auch bei dieser Lösungsmöglichkeit zusätzlich notwendig werden. Diese Variante ist auch für das Abdichten gegen drückendes und nicht drückendes Wasser geeignet. |
| Um Eindringen von
Feuchtigkeit über Querwände ins EG zu vermeiden müssen diese abgedichtet werden. Bei nicht aussteifenden Querwänden wird eine vertikal verlaufende Dichtungsbahn zwischen Beimauerung und Kelleraußenwand eingesetzt. Damit besteht jedoch kein Verbund mehr zwischen den beiden Wänden. Bei aussteifenden Querwänden wird die horizontal verlaufende Dichtungsbahn der Außenwand noch etwa 90 cm weit in die Querwand eingezogen. |
| Die angewandten Mittel
müssen auf Menge und Art der schädlichen Salze abgestimmt sein. Dies setzt eine genaue Untersuchung der Salzablagerungen voraus. Die Fugen zwischen den Mauersteinen müssen tief ausgekratzt werden. In mehreren Reinigungsvorgängen (bis keine Ausblühungen mehr sichtbar sind) müssen die Salzablagerungen mittels Stahlbürste und Druckwasser oder chemischen Mitteln bearbeitet werden. In einigen Fällen wird das Auswechseln von stark betroffenen Mauersteinen unumgänglich. |