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2. Abdichten von Feuchtraumboden


2.1. Vorbemerkung

Besonders in Badezimmern kann die ständige Durchfeuchtung der Holzbalkendecken zu Schwamm- und Pilzbefall führen, was auf längere Sicht eine Beeinträchtigung des Tragwerks bedeutet.

Um Spritz- und Schwallwasser und der damit verbundenen Feuchtigkeit in Böden wirksam entgegenzutreten, gibt es folgende Lösungsmöglichkeiten:

- Einbau einer Dichtungsbahn
- Einbau von PVC- oder Kautschukbelägen
- Spachtelung des vorbehandelten Untergrundes mit Dünnbettkleber

 

2.2. Einbau einer Dichtungsbahn


Das sicherste und gleichzeitig aufwendigste Verfahren ist das Aufbringen von einer Bitumen- oder Kunststoffdichtungsbahn auf den alten Dielenboden.

Von unten nach oben folgen dann:
- Ausgleichsschüttung
- Dämmplatte
- Trennschicht
- Gußasphaltestrich (Gemisch aus Steinmehl, Sand, Splitt und Bindemittel aus Bitumen)
- Fliesenbelag

Die Dichtung wird an der Wand hochgeführt.

Neben diesem häufig gewählten Aufbau können aber auch Unterböden aus Gipskarton, Spanplatten etc. (siehe vorhergehendes Kapitel) verwendet werden.

 

2.3. Einbau von PVC- oder Kautschukbelägen


Dabei werden PVC- bzw. Kautschukbeläge in Bahnen oder Platten auf den vorbereiteten Untergrund mit einem Zweikomponenten- Reaktionsharzkleber verklebt.

Für den wasserdichten Anschluß an Wänden sollten vorgefertigte Wandanschlußprofile verwendet werden.

Der Unterboden kann aus Spachtelung, Gußasphaltestrich (wasserbeständig und wasserdicht) oder Spanplatten bestehen (Aufbau siehe vorhergehendes Kapitel).

Nachteilig wirkt sich die fehlende Belüftung des Bodens aus, so daß es zu Schimmelbildung kommen kann.

 

2.4. Spachtelung des vorbehandelten Untergrundes mit Dünnbettkleber


Der vorbehandelte Untergrund muß zunächst mit Dünnbettkleber oder Mörtel (um wassersperrend zu sein) vollflächig ca. 3 cm stark vorgespachtelt werden.

Nach der Trocknung werden der Dünnbettkleber oder Mörtel wie sonst üblich aufgetragen und die Fliesen verlegt.

Der Untergrund kann wieder aus einer Spachtelung, Gußasphaltestrich (wasserbeständig und wasserdicht) oder Spanplatten bestehen (Aufbau siehe bereits erwähnte Verfahren).

Für Spanplatten sollte nur Zweikomponenten- Reaktionsharzkleber verwandt werden, da andere Dünnbettkleber Feuchtigkeit abgeben (Dispersionskleber, Pulverzementkleber) und sich somit die Spanplatten stark verformen können.

Wand- und Türanschlüße müssen bei allen drei Varianten sorgfältig ausgeführt werden.

 



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