| 1. waagerechtes Abdichten der Außenwand |
| 1.1. Vorbemerkung Durchfeuchtete Keller- und Außenwände benötigen wesentlich mehr Heizenergie. |
Zunächst (wie bei der
senkrechten Abdichtung) muß der Fachmann prüfen, welche Ursachen die Feuchtigkeit hat:
Sobald die Ursache bestimmt ist, kann die richtige waagerechte Abdichtungsmaßnahme vorgenommen werden. |
| In der Regel dauert
der Austrocknungsprozeß mindestens ein halbes Jahr. Je nach Beschaffenheit kann dies jedoch auch Jahre dauern. Das Abschlagen des Putzes (auf beiden Seiten) bis auf 1 m über den Feuchtigkeitsrand beschleunigt den Trocknungsprozeß. Nach abgeschlossener Trocknung weist die Wand wieder ihren ursprünglichen Dämmwert auf. |
Dieses Verfahren ist
nur bei weichem Mauerwerk oder Mauerwerk mit durchgehenden, horizontalen Fugen möglich.
|
Das Mauerwerk wird
maschinell aufgesägt, eine Dichtungsbahn eingebracht und der Schlitz mit Mörtel
verpreßt (siehe folgende Abb.).
|
| Die Abdichtung sollte
möglichst unterhalb der Kellerdecke und oberhalb der Spritzwasserzone (30 cm über
Erdreich) zum Einbau kommen. In Abständen von 50 - 100 cm wird das Mauerwerk 50 - 100 cm aufgetrennt (unter Berücksichtigung statischer Erfordernisse) und eine Abdichtungsbahn in ein ausgleichendes Mörtelbett eingebracht. Die Dichtungsbahn muß mindestens 20 cm Überstand haben, um dann im zweiten Arbeitsabschnitt mit der anschließenden Dichtungsbahn verschweißt zu werden. Anschließend wird der Mauerschlitz wieder geschlossen (siehe folgende Abb.).
|
| Zweischalige
Mauerwerke sind für dieses Verfahren nur bedingt geeignet, da sie oft große Hohlräume
haben, die zu Beginn erst verpreßt werden müssen. In zwei bis drei versetzten Reihen werden in die schräg nach unten führenden Bohrlöcher Dichtungsmittel (aus Kunststoffen, Bitumenemulsionen, auf Zement- oder Kieselsäurebasis) injektiert. Dies geht bei einigen Systemen unter Druck von statten. Chemische Prozesse verstopfen die Poren und Kapillaren des Mauerwerks und verhindern ein weiteres Aufsteigen von Feuchtigkeit (siehe folgende Abb.).
|
| Es ist mit Abstand das
teuerste Verfahren. Dabei wird an zwei, mit bestimmtem Abstand in das Mauerwerk übereinander eingebrachten Mörtelbetten Spannung angelegt. Die Feuchtigkeit wandert zur unten gelegenen Kathode und trägt somit zur Trocknung des Mauerwerks bei (siehe folgende Abb.).
|
| Das Einbauen von
Lüftungsröhrchen ist zur Mauertrockenlegung nicht geeignet und kann sogar zusätzlichen
Schaden anrichten. Die erhöhte Feuchtigkeitsabgabe bewirkt nur, daß noch mehr Feuchte nachgezogen wird. |
| Die angewandten Mittel
müssen auf Menge und Art der schädlichen Salze abgestimmt sein. Dies setzt eine genaue Untersuchung der Salzablagerungen voraus. Die Fugen zwischen den Mauersteinen müssen tief ausgekratzt werden. In mehreren Reinigungsvorgängen (bis keine Ausblühungen mehr sichtbar sind) müssen die Salzablagerungen mittels Stahlbürste und Druckwasser oder chemischen Mitteln bearbeitet werden. In einigen Fällen wird das Auswechseln von stark betroffenen Mauersteinen unumgänglich. |