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1. Trinkwasserversorgung


1.1. Vorbemerkung
Für den Bau von Gebäuden muß Trinkwasser in ausreichender Menge und Güte vorhanden sein.

Wasser, bestimmt für gewerbliche und technische Zwecke muß nicht den Anforderungen an Trinkwasser gerecht werden, es wird mit "Kein Trinkwasser" gekennzeichnet.

Trinkwasser muß frei von gesundheitsschädlichen Stoffen sein (Keime, Bakterien etc.).

Dem geruch- und farblosem, kristallklarem und wohlschmeckendem Trinkwasser werden bestimmte Anteile an Sauerstoff, Kohlensäure, Salzen und geringe Mengen an Chlor (Neutralisation von Geruchs- und Geschmacksstoffen, Abtötung von Keimen) beigemengt.

Enthaltene Mineralstoffe (überwiegend Magnesium und Kalzium) sind für die Wasserhärte entscheidend.

Die Abrechnung von Wasserver- und entsorgung werden von den zuständigen Wasserunternehmen (WVU) vorgenommen.

Wasser ist zu einem kostbaren Gut geworden und sollte sparsam eingesetzt werden.
Der derzeitige Pro- Kopf- Verbrauch in der Bundesrepublik (Haushalt) liegt durchschnittlich bei täglich 140 - 150 Liter!
Dabei wird etwa ein Drittel für die Toilettenspülung aufgewendet.

 

1.2. örtliche Wassergewinnung

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- Grundwasser:
Grundwasser ist Niederschlagswasser, das zum Teil im Erdboden versickert und sich auf einer undurchlässigen Bodenschicht ansammelt.
Mit Hilfe von Schacht- bzw. Bohrbrunnen wird das Wasser gefördert.
- Quellwasser:
Das Grundwasser kommt bei Gefälle ins Fließen und tritt an manchen Stellen zutage.
Bedingt durch die natürliche Filterung besitzt das Wasser Trinkwasserqualität.
Die ausreichende Wasserversorgung mittels Quellwasser ist meistens nur für kleinere Ansiedlungen möglich.
- Niederschlagswasser:
Das Regenwasser wird in einer Zisterne im Keller, bzw. unterirdisch im Freien gesammelt.
Die Reinigung erfolgt durch Filtersand. Mittels Abkochen und Feinporenfilter wird das Wasser keimfrei gemacht.
Das so gewonnene Wasser wird mit Druckwasserbehältern, Hochbehältern oder Pumpen etc. durch das Leitungssystem den einzelnen Zapfstellen zugeführt.

 

1.3. zentrale Trinkwassergewinnung

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- Grundwasser:
Das Wasser wird mit der Hilfe von Rohrbrunnen oder Horizontalbrunnen aus dem Erdreich gefördert.
Unter gewissen Voraussetzungen durchläuft es zusätzlich eine Enteisenungsanlage und gelangt dann über Pumpen und Filter in das Versorgungsnetz.
- Oberflächenwasser:
Seewasser- (Rohwasserentnahme in größerer Tiefe und ausreichendem Abstand zum Ufer) und Flußwasserwerke (Rohwasserentnahme oberhalb des Versorgungsgebiets) sollten nur unter gewissen Voraussetzungen (einwandfreie Wasseraufbereitung unter wirtschaftlichen Aspekten gewährleistet) zur Trinkwasserversorgung beisteuern.

 

1.4. öffentliche Trinkwasserversorgungsanlage

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Städte und Gemeinden werden in der Regel durch ein öffentliches Versorgungsnetz mit Trinkwasser gespeist.

Das zuständige Wasserversorgungsunternehmen (WVU) entscheidet über die Herstellung oder Änderung einer Trink- bzw. Nichttrinkwasseranlage.

Die Versorgungsleitung ist in der Regel im Gehwegbereich in einer Tiefe von ca. 1,25 m verlegt.

Vom öffentlichen Wasserversorgungsnetz wird eine Hausanschlußleitung bis zur Wasserzählanlage und der Hauptabsperrvorrichtung verlegt (WVU).

Ab da werden folgende Leistungen von Sanitärinstallateuren ausgeführt. Montage des Privatabsperrventils mit Entleerung und Rückflußverhinderer und ggf. notwendiger Druckminderer und Schmutzfilter.

 

1.4.1. Leitungsführung

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Die Kaltwasserleitung wird normalerweise als Verteilungsleitung in die Heizungsanlage verlegt und geradlinig mit Steigleitungen zu den Zapfstellen geführt (Installationsschächte).

Längere waagerechte Verzüge sind in der Regel nur im Untergeschoß bzw. ausnahmsweise in Bodenkanälen unter dem Kellerfußboden möglich.

Die Leitungen für die Warmwasserbereitung einzelner Geschosse und Wohnungen müssen absperrbar sein.

Zu Anfang jeder Steigleitung werden Absperr- und Auslaufventile eingebaut.

Die Leitungen müssen sowohl Anforderungen an Schall- und Wärmeschutz als auch Kondenswasservermeidung gerecht werden.

Die Rohre bestehen je nach Verwendungszweck aus Gußeisen, Stahl, Stahl mit innerer Bitumenschutzschicht, Kupfer, Edelstahl, Blei oder Kunststoff.

Da das Fräsen und Schlitzen von Mauerwerk und Verlegen der Rohrleitungen nur unter bestimmten statischen, technischen und bauphysikalischen Aspekten möglich ist, werden häufig Vorwandinstallationen ausgeführt.

Die Planung für Sanitäranschlüsse sollte sorgfältig durchgeführt und eine Nachrüstung oder eventueller Dachausbau berücksichtigt werden. Der spätere Ausbau der Sanitärleitungen ist mit einem erheblich höheren Kostenaufwand verbunden.

Architekten müssen ggf. in Zusammenarbeit mit Fachleuten bereits bei der Grundrißplanung die aufwendigen Installationen (Lüftung, Kalt- und Warmwasser, Entwässerung, Elektro etc.) von z.B. Küche, Bad, WC und Hausarbeitsräumen bedenken.

Sie müssen unter folgenden Aspekten geplant und ausgeführt werden:
- funktionelle Aspekte
- technische Aspekte
- wirtschaftliche Aspekte
- bauphysikalische Aspekte
- gestalterische Aspekte

 

1.4.2. Einrichtungsgegenstände

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Es besteht ein breites Angebot an Einrichtungsgegenständen, und man sollte sich frühzeitig von Architekt und Fachfirmen über deren Vor- und Nachteile beraten lassen.

Sie unterscheiden sich in:
- Größe
- Form
- Farbe
- Material
- Qualität
- Funktion
- Preis

Neben verschiedensten Hand-, Einzel-, Doppel- und Reihenwaschbecken werden auch freistehende Waschtische angeboten.

Handwaschbecken Waschtisch
Vorbauwaschtisch Schrankwaschtisch




Badewannen in verschiedensten Formen und Größen, freistehend oder eingebaut, aus emailliertem Grauguß, emalliertem Stahlblech, Holz oder Acryl.

Brausewannen in verschiedensten Ausführungen, mit oder ohne Spritzwasserschutz (Schiebetüren, Duschvorhang etc.).

WC- Becken hängend oder stehend, als Flach-, Tief- oder Absaugebecken konzipiert, mit verschiedenen Spüleinrichtungen (aufgesetzter Spülkasten, Abortdruckspüler etc.).

hängendes WC- Becken stehendes WC- Becken
Flachspülklosett Tiefspülklosett




Sitzwaschbecken hängend oder stehend, in verschiedenen Varianten, auch als Urinalanlagen (Wandurinale, Beckenurinale) in unterschiedlichen Ausführungen.

Unterputz- oder Aufputzarmaturen als Einhebelmischbatterie, Zweigriffarmatur oder als Thermostatbatterie mit Chrom-, Lack- oder Goldoberfläche konzipiert.

Des weiteren zählen Wasch- und Geschirrspülmaschinen, Wäschetrockner und die verschiedensten Spülbecken usw. usw. dazu.

In Hinblick auf die verschiedensten Kombinationsmöglichkeiten von Heizenergien und Warmwasserversorgungsanlagen (siehe Kapitel Heizungstechnik) ist eine Beratung mit dem ausführenden Architekten, Fachleuten, Verbraucherberatungsstellen, Installations- und Heizungsfirmen dringend anzuraten.

 

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