| 2. Lüftungs- und Klimatechnik | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Unter freier Lüftung versteht man den Austausch von belasteter Raumluft (Wasserdampf, Kohlendioxid, Dünste und Gerüche aus Küche, Bad, WC etc.) durch Außenluft. |
| Das einfachste Beispiel
hierfür ist die Fensterlüftung. Durch Temperatur- oder Druckgefälle entsteht entweder eine Luftströmung, die eine Erneuerung der Luft bewirkt (Querlüftung: geöffnete Fenster an gegenüberliegenden Seiten des Gebäudes), oder aber kalte Luft strömt durch die untere Fensterhälfte in den Wohnraum und warme Luft entweicht im oberen Bereich des Fensters nach draußen. |
| Während der Heizperiode
sollte der Luftaustausch möglichst rasch von statten gehen. Um möglichst wenig Wärme zu
verlieren, sollten Türen und Fenster weit geöffnet werden. Besonders schneller Luftaustausch wird durch Querlüftung (Durchzug) erzielt. Die wärmespeichernden Massen (z.B. massive Wände) sorgen anschließend für eine rasche Erwärmung der ausgetauschten Raumluft. Da die Luft im Winter relativ trocken ist, reicht es öfters über den Tag verteilt, jeweils etwa acht Minuten zu lüften. Dauerlüften (Kippen der Fenster) sollte während dieser Jahreszeit unterbleiben (große Wärmeverluste). In wärmeren Jahreszeiten ist die Außenluft feuchter. Deshalb werden längere Lüftungszeiten erforderlich. Dreh- Kippflügel ermöglichen (im Vergleich zu horizontalen Schiebeflügeln und reinen Drehflügeln) eine gut regulierbare Lüftung. |
| Kellerräume sollten vor allem bei kühleren Außenlufttemperaturen (unter ca. 9 °C) gelüftet werden. Ansonsten besteht die Gefahr, daß sich die Außenluft an den Kellerwänden (ca. 10 °C) abkühlt und dort Kondenswasser bildet. |
| Aufgrund physikalischer
Gesetze (warme Luft steigt auf) entweicht die warme, verbrauchte Luft durch Schächte oder
Dachaufsätze nach draußen. Bei warmen Außentemperaturen oder ungünstigen Windverhältnissen kann diese Wirkung aufgehoben oder sogar umgekehrt werden. |
| Raumlufttechnische
Anlagen (RLT- Anlagen) sind den Bedürfnissen der Benutzer besser angepaßt. Der Luftumsatz ist durch Ventilatoren (geregelter Luftzustand, Strömungsrichtung und Geschwindigkeit etc.) genau regelbar. RLT- Anlagen werden danach eingeteilt, ob sie keiner, einer, zwei, drei oder allen vier Luftbehandlungsfunktionen (kühlen, heizen, be- und entfeuchten) gerecht werden. |
| Umluftanlagen: Sie haben keine oder eine Luftbehandlungsfunktion. |
| Dabei wird Luft mit Hilfe
eines Ventilators aus dem Raum abgesaugt. Der entstehende Unterdruck saugt Zuluft durch
Fenster, Türen, vorgesehene Öffnungen und Undichtheiten nach. Bedingt dadurch kann es zu
Zugerscheinungen kommen. Abluftanlagen werden z.B. in Ställen, WC, Bädern, Küchen etc. eingesetzt. |
| Die Zuluft wird mittels eines Ventilators in den Raum gedrängt. Dabei entsteht ein Überdruck, der dazu führt, daß überschüssige Luft durch Fenster, Türen etc. meist unkontrolliert entweicht. |
| Durch gleiche
Förderleistungen (gleiche Dimensionierung von Zu- und Abluftventilatoren) entsteht
prinzipiell keine Druckänderung im Raum. Um Geruchsbelästigung in angrenzenden Räumen zu vermeiden, wird z.B. in Küchen der Abluftstrom größer dimensioniert als der Zuluftstrom (leichter Unterdruck). |
| Klimaanlagen regulieren das
ganze Jahr über Lufttemperatur und Luftfeuchte auf gewünschte Werte. Sie vereinen alle vier Luftbehandlungsfunktionen und verfügen deshalb über:
Umluft und Außenluft
vermischen sich in der Mischkammer und werden dann gefiltert. |
Als Teilklimaanlagen werden
Anlagen bezeichnet, die nicht über alle Einrichtungen einer Klimaanlage verfügen. So
z.B.:
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| Sie arbeiten meistens als
Umluftanlagen. Dabei wird die Luft in der Regel durch einen Gas- oder Ölbrenner direkt erhitzt. Ein Kanalnetz verteilt die Wärme in allen Räumen, die über einen Zu- und einen Abluftanschluß verfügen.
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| Da die Luft von außen
in die Klima- und Lüftungsgeräte, in die Räume und wieder nach draußen transportiert
wird, sind Luftkanäle notwendig. Sie können aus Aluminiumblech, verzinkten Stahlblechen, Mauerwerk, Beton usw. hergestellt werden. In den Räumen sollte auf eine weitgehend gleichmäßige und zugfreie Luftverteilung (z.B. Lochdecken) geachtet werden. An RLT- Anlagen werden feuerpolizeiliche Anforderungen (Brandschutz) und Schallschutzmaßnahmen gestellt. Darüber hinaus muß vor in Betriebnahme einer solchen Anlage eine Abnahmeprüfung durchgeführt werden. |