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8. weitere Heizungsarten


 

8.1. Fernheizung


Die nicht verwertbare Wärme (Abwärme) aus Industrieanlagen und Kraftwerken wird durch eine Kraft - Wärme- Koppelung in Fernheizungen umweltfreundlich genutzt.

Als Transportmedium kann überhitzter Wasserdampf, Warmwasser (max. 100 °C) und Heißwasser (max. 180°C) fungieren.

Der Gegenstromapparat überträgt die Wärme des Dampfes bzw. des Heißwassers der Fernwärmeversorgung auf eine Anlage.

Bei der Versorgung durch Fernwärme entfallen Kosten für Brennstoffbevorratung, Feuerungsanlage und Kamin (einschließlich Instandhaltung, Wartung, Wiederbeschaffung).

Unter ökologischen Gesichtspunkten betrachtet ist der Anschluß an ein Fernwärmenetz empfehlenswert.

 

8.2. Elektro- Speicherheizung


Nachts ist der Stomverbrauch gering, und da die Speicherung von elektrischem Strom in der Praxis nicht möglich ist, wird der Strom in diesen Zeiten zu einem billigeren Tarif angeboten.

Elektro- Speicherheizungen nützen den billigen Nachttarif, um Energie für den Verbrauch am Tag zu speichern.

Nachtspeicherheizungen haben jedoch ungünstigere Regelverhalten als andere Heizungen, da die Wärme nachts gespeichert wird und am darauffolgenden Tag nicht mehr unmittelbar auf Witterungsverhältnisse und Raumnutzung eingegangen werden kann.

 

8.2.1. Elektro- Wasserspeicherofen


Hier fungiert Wasser als Speichermaterial. Das Wasservolumen muß so viel Wärme speichern können, wie am darauffolgenden Tag gebraucht wird.

Dabei wird es in einem Elektrokessel erwärmt und dann in Gefäßen, die gut isoliert sind gespeichert.

 

8.2.2. Elektro- Feststoffspeicherheizung


Mit Hilfe von Widerstandselementen wird elektrische Energie in Wärme umgewandelt und in Magnesit (Steine aus Eisenoxid und Magnesium) gespeichert.
Durch die Steine führen Kanäle, in denen die Luft erwärmt wird, und durch einen Luft- Wasser -Wärmetauscher gibt die aufgeheizte Luft ihre Energie an das Heizungswasser ab.

 

8.3. Warmluftheizung


Die Luft fungiert als Wärmeträger.

Dabei unterscheidet man, ob die Warmluft direkt in die Räume strömt oder in geschlossenen Kanälen (Hypokaustenheizung) zirkuliert.

 

8.4. Niederdruck- Dampfheizung


Sie sind für Krankenhäuser und Großküchen geeignet.

Wegen ihrer Korrosionsanfälligkeit und der schlechten Regulierbarkeit werden sie aber für Raumheizungen nicht mehr angewandt.

Dies soll nur eine kleine Einführung in das Thema Heiztechnik sein, um sich einen Überblick verschaffen zu können, was am Markt angeboten wird.

Architekten und Fachingenieure sind damit betraut, individuell die richtige Lösung für den einzelnen Bauherren zu finden.

 



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