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4. Rohrsysteme


4.1. Vorbemerkung
Um die Wärme vom Wärmeerzeuger zu den Heizflächen zu transportieren, werden Wasser (Wasserheizungen), Luft (Luftheizungen), Wasserdampf (Dampfheizungen) und in seltenen Fällen elektrischer Strom verwendet.

Mit Hilfe einer Pumpe wird das Transportmedium über Rohrleitungen in den einzelnen Räumen verteilt.

Am gebräuchlichsten sind Warmwasser- Heizungen.
A 4.1.1. Ausdehnungsgefäß
A A 4.1.1.1. offenes System
A A 4.1.1.2. geschlossenes System
A 4.1.2. Umwälzpumpe
4.2. Einrohrsystem
4.3. Zweirohrsystem

 

4.1.1. Ausdehnungsgefäß


Das Ausdehnungsgefäß wird in das Rohrsystem eingebaut. Es verhindert, daß im Heizsystem bei ansteigender Heiztemperatur ein zu hoher Druck entsteht.

Dies geschieht durch Wasseraufnahme (bei ansteigender Heiztemperatur) bzw. Wasserabgabe (bei sinkender Heiztemperatur).

 

4.1.1.1. offenes System


Bei älteren offenen Systemen befindet sich das Ausdehnungsgefäß am höchsten Punkt der Anlage.
Da das Ausdehnungsgefäß dabei in Verbindung mit der Atmosphäre steht, ist die Korrosionsgefahr meistens größer als in einem geschlossenen System.




solar_offenes_system.gif (3661 Byte)

 

4.1.1.2. geschlossenes System


Bei geschlossenen Systemen befindet sich das Ausdehnungsgefäß (Druckbehälter mit Membrane) in der Regel in Heizkesselnähe.


solar_geschlossenes_system.gif (2318 Byte)

 

4.1.2. Umwälzpumpe


Da sich die Vorlauftemperatur bei früher üblichen Schwerkraftheizungen kaum regeln ließ, werden heute Umwälzpumpen in Heizungsanlagen eingebaut.

Schwerkraftanlagen dürfen nicht mehr eingebaut werden.

Die Dimensionierung der Pumpe muß nach technischen Regeln vorgenommen werden. Bei neueren Pumpen ist die Leistung mittels Stufenschalter regulierbar.

Überstromventile verhindern einen zu großen Pumpendruck. Bei druckdifferenzgesteuerten Pumpen entfällt das Überstromventil.

 

4.2. Einrohrsystem


Beim Einrohrsystem wird das Vorlaufwasser nacheinander durch die einzelnen Heizkörper geführt.

Das bedeutet, daß der Rücklauf des ersten Heizkörpers der Vorlauf des zweiten Heizkörpers ist und dessen Rücklauf der Vorlauf des darauffolgenden.

Das Heizwasser kühlt immer mehr ab. Deshalb muß die Dimensionierung der Heizkörper immer größer werden, um den entsprechenden Wärmebedarf zu decken (siehe folgende Abb.).


Strangschema einer senkrechten Einrohrheizung

 

4.3. Zweirohrsystem


Beim Zweirohrsystem wird das Heizwasser , wenn es den Heizkörper verläßt (Rücklauf) in der Rücklaufleitung dem Heizkessel zugeführt.

Somit hat jeder Heizkörper die gleiche Vorlauftemperatur (siehe folgende Abb.).


Strangschema einer Zweirohrheizung mit oberer Verteilung



Beide Systeme können sowohl senkrecht als auch waagerecht verlegt werden.

Abhängig von der Heizungsanlage können Heizsysteme mit einer Vorlauf- / Rücklauftemperatur von 90 / 70, 70 / 50 oder 55 / 40 betrieben werden.

 



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