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6. Regelung


6.1. Vorbemerkung
Regelsysteme bieten dem Nutzer die Möglichkeit die Heizanlage mit seinen individuellen Bedürfnissen abzustimmen.

Mischer mit Stellmotor:
Der Mischer mengt dem Heizkreislauf soviel heißes Wasser des Kessels bei, wie zum erreichen der benötigten Vorlautemperatur notwendig ist. Um ein permanents "von Hand" einstellen zu vermeiden, übernimmt ein Stellmotor diese Aufgabe.

Er wird als 3- Wege- Mischer oder 4- Wege- Mischer angeboten.

Bei Niedertemperatur- Kessel ist ein Mischer nicht immer notwendig (Vorlauftemperatur gleich Kesseltemperatur).

Mischer mit Stellmotor können in der Regel auch in bestehende Heizungsanlagen eingebaut werden.

 

6.2. zentrale Regelung


Moderne Regelgeräte arbeiten vollautomatisch, sie passen die Vorlauftemperatur dem jeweilig benötigten Wärmebedarf an.

Als Bezugsgröße dient die Temperatur eines Raumes oder die Außentemperatur.

 

6.2.1. Witterungsgeführte Vorlauftemperatur- Regelung


Dabei wird an der Außenwand des Gebäudes (möglichst Nordseite) ein Fühler angebracht, der die Außenlufttemperatur erfaßt.

Das Steuergerät ermittelt dann die benötigte Vorlauftemperatur und gibt Regelimpulse an den Stellmotor des Mischers weiter.

Sonneneinstrahlung und Windverhältnisse können mit zusätzlichen Fühlern berücksichtigt werden.

Bei einer witterungsgeführten Heizungsreglung mit Zeitschaltuhr (Tages- und Wochenprogramm) werden Kosten in Höhe von etwa DM 1 900 - 2 300 veranschlagt.

 

6.2.2. Regelung der Vorlauftemperatur nach einem Raum


Die Wärmezufuhr richtet sich nach der Raumtemperatur (in der Regel Wohnzimmer).

Die Raumlufttemperatur wird mittels Raumtemperaturfühler gemessen. Werden Abweichungen zur gewünschten Raumlufttemperatur festgestellt bestimmt ein zentrales Steuergerät die notwendige Vorlauftemperatur und gibt an den Stellmotor des Mischers die erforderlichen Impulse weiter.

Da sich die Einstellung nach einem bestimmten Raum richtet, kann z.B. bei Sonneneinstrahlung in diesen Raum (benötigt weniger Wärme) der Wärmebedarf der anderen Räume ggf. nicht gedeckt werden.

In Führungsräumen dürfen keine Thermostatventile an den Heizflächen angebracht sein, da sich zentrales Steuergerät und Thermostatventil in ihrer Aufgabe behindern würden.

 

6.2.3. Nachtabsenkung


Beide Heizungsregelungen (witterungs- und raumgeführte) sind in der Regel mit einer Zeitschaltuhr ausgestattet.

Die Vorlauftemperatur kann in der Nacht abgesenkt und manchmal sogar abgeschaltet werden.

Je nach Ausstattung ist die Einstellung von Tage- und Wochenprogramme möglich.

 

6.2.4. digitale Regelung


Digitale Regelungen bieten mehr Variationsmöglichkeiten an Programmen und passen sich noch besser an Nutzerbedürfnisse, Witterungsverhältnisse, Regelung des Heizsystems und Gebäudebeschaffenheit an.

 



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