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1. Starkstromanlagen


1.1. Vorbemerkung
Elektrische Energie läßt sich in allen Bereichen (Haushalt, Verkehr, Wirtschaft) einsetzen.

Sie dient vor allem zur:
- Erzeugung von Licht und Wärme
- Übermittlung von Nachrichten
- Ausführung von mechanischer Arbeit
- Ablauf chemischer Vorgänge etc.

Sie läßt sich leicht und mit hohem Wirkungsgrad in andere Energieformen umwandeln. Elektrische Energie kann mit relativ wenigen Verlusten über weite Strecken transportiert werden. Der Transport verläuft sauber.

 

1.2. Stromerzeugung
1.3. Stromverteilung
1.4. Stromtarif
1.5. Leitungsführung im Haus
A 1.5.1. Stromkreisverteiler
A 1.5.2. Stromkreis
A 1.5.3. Installationssysteme
A 1.5.4. Leitungsführung
1.6. Schutzvorkehrungen
1.7. Schaltervarianten
1.8. Steckdosen
1.9. Lampen
A 1.9..1. Glühlampen
A
1.9.1.1. Reflektorlampe
A
1.9.1.2...Kryptonlampe
A
1.9.1.3. Röhrenlampe
A
1.9.1.4. .Halogen- Glühlampe
A
1.9.1.5. Niedervolt- Halogenlampe
A
1.9..2. Entladungslampe
A
1.9.2.1. Leuchtstofflampe
A
1.9.2.2. Hochfrequenzlampe
A
1.9.3. Energiesparlampe
A
1.9.4. Natriumdampf- Niederdrucklampe
A
1.9.5. Hochdruck- Entladungslampe
A
1.9.6. Sonstige
1.10. Stromsparen im Haushalt
A 1.10.1. Gerätewahl
A 1.10.2. Beleuchtung
A 1.10.3. Bügeleisen
A 1.10.4. Geschirrspüler
A 1.10.5. Herd
A 1.10.6. Kühl- /Gefrierschrank
A 1.10.7. Waschmaschine
A 1.10.8. Trockner
A 1.10.9. Trinkwassererwärmung
A 1.10.10. Stand- by- Betrieb
A 1.10.11. Umwälzpumpe
A 1.10.12. Verbrauch einzelner Elektrogeräte
1.10.13. Anschlußwerte einzelner Elektrogeräte

 

1.2. Stromerzeugung


In Kohle-, Gas-, Wasser-, Öl- und Kernkraftwerken (Primärenergieträger) wird mittels Generatoren Strom (Sekundärenergie) erzeugt. Kernfusion, Sonnen-, Wind-, geothermische und Gezeitenenergie sollten hierbei nicht unberücksichtigt bleiben.

Nach verschiedenen Verlusten (Verteilungs- und Umwandlungsverluste, Eigenbedarf, Verbraucherverluste etc.) der aufgewendeten Primärenergie bleiben ca. 30% als Nutzungsenergie übrig.

 

1.3. Stromverteilung


- Großkraftwerke:
Innerhalb des westeuropäischen Verbundnetzes wird der erzeugte Strom mit Hoch- bzw. Höchstspannung von 110 bis 380 kV verteilt.
Hochspannungsnetze sind daran angeschlossen und verbinden Industriewerke, mittlere Kraftwerke, Landkreise und Städte mit 115 kV.
- Umspann- und Schaltwerke:
In diesen Werken wird die Hochspannung auf Mittelspannung von meistens 10 kV herabgespannt.
Große Verbraucher wie Krankenhäuser, Fabriken usw. sind daran direkt angeschlossen.
- Trafostationen:
In ihnen wird die Mittelspannung in Niederspannung ( 230 / 400 V) umgespannt, mit der die übrigen Verbraucher (Haushalte etc.) versorgt werden.
Nach Möglichkeit werden in urbanen Gebieten die Starkstromkabel der Mittel- und Niederspannungsnetze im Erdboden verlegt. Aus Kostengründen sind sie in ländlichen Gegenden auch als Freileitungen verlegt.
Elektroversorgungsunternehmen (EVU) haben für definierte Bereiche das Versorgungsmonopol und zugleich aber auch die Anschlußpflicht für jede gewünschte Leistung.
- Hausanschluß:
Der Anschluß an das Gebäude richtet sich danach, ob die Stomversorgung durch Freileitungen oder Erdkabel erfolgt.
Unmittelbar hinter der Hauseinführung befindet sich der Hausanschlußkasten, durch den der Strom zu einem Zähler und Stromkreisverteiler gelangt.
Auf die beanspruchte Leistung wird die Stärke der Hausanschlußleitung und Absicherung von dem Elektroversorgungsunternehmen ausgelegt.
Die Anschlußleistung setzt sich aus der Summe der Anschlußwerte der einzelnen Verbraucher (Beleuchtung, Elektrogeräte, Waschmaschine usw.) unter Berücksichtigung des gleichzeitigen Verbrauchs zusammen.
Hauptleitungen sind jedoch davon unabhängig nach einer DIN- Vorschrift zu dimensionieren.

 

1.4. Stromtarif


Die Stromabrechnung erfolgt für den Kunden nach dem für ihn günstigsten Tarif.

Die monatliche Grundgebühr und der Preis pro abgenommenen Kilowattstunde richten sich nach der gemessenen Leistung und auch nach den Tarifräumen, die durch Zuschläge für Klimaanlagen, Heizungen, Größe und Anzahl der Räume etc. bestimmt werden (siehe "Brennstoffe im Vergleich").

 

1.5. Leitungsführung im Haus


Über die Hauptleitung wird der Strom zum Zähler, von dort zum Stromkreisverteiler und anschließend zu den einzelnen Verbrauchern (ein- oder dreiphasiger Anschluß) geleitet.

Der Schutzleiter wird über die Potentialausgleichsschiene geerdet.

In Einfamilienhäusern wird der Zähler in einem geeigneten Kellerraum, Hausanschlußraum, Flur etc. montiert.

In Mehrfamilienhäusern werden in der Regel die Zähler im Hausanschlußraum oder (wenn erforderlich) im Zählerraum zentral untergebracht.

Bei Krankenhäusern, Schulen, Hochhäusern etc. kann eine Aufteilung der Zähler in Gruppen auf verschiedene Stockwerke oder Gebäudeabschnitte notwendig sein.

Um eine ausreichende Elektroversorgung zu gewährleisten, müssen Elektroplaner und Architekten unter anderem folgendes berücksichtigen:
- Lage des Hausanschlusses, der Zähler, Stromkreisverteiler
- Anzahl der Stomkreise
- Anzahl und Lage von Steckdosen, Lichtschaltern, Lichtauslässe, Schwachstromanlagen
- usw.

 

1.5.1. Stromkreisverteiler


Nach der Zähleranlage sichert und verteilt der Stromkreisverteiler den Strom der gesamten Wohnung in einzelne Stromkreise.

Er sollte mit Reserveplätzen ausgestattet sein, um bei einer Nachrüstung ausreichend Platz für Sicherungen zu gewährleisten.

 

1.5.2. Stromkreis


Die erforderliche Anzahl von Steckdosen- und Lichtstromkreise wird in einer DIN- Ordnung festgelegt.

So werden z.B. für eine Wohnfläche zwischen 45 und 55 m² je nach Ausstattung drei bis vier Stromkreise vorgesehen.

Für Sonderräume wie Schwimmbad, Keller, Heizraum, Garage usw. werden eigene Stromkreise installiert.


Großgeräte wie Elektroherd, Heißwasserbereiter, Waschmaschine oder Wäschetrockner benötigen ebenfalls eigene Stromkreise.

Um zu einem späteren Zeitpunkt zusätzliche Großgeräte nachinstallieren zu können, müssen Reservestromkreise eingeplant werden. Dabei werden Leerrohre vom Stromkreisverteiler zu Leerdosen in den Räumen verlegt.

 

1.5.3. Installationssysteme


- Stegleitungsinstallation:
Bandartige Stegleitungen werden an die Wand und Decke geklebt, gegipst oder genagelt. Die einzelnen Leitungen sind durch einen Isoliermantel verbunden. Anschließend werden sie verputzt.
Vorteilhaft ist, daß die Schalter, Dosen etc. zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden können.
Dieses System ist relativ günstig, und eine Mehrarbeit für Schlitze ist nicht notwendig.
Ist der Putz jedoch aufgebracht, kann eine nachträgliche Veränderung nicht mehr vorgenommen werden.
- Rohrinstallation:
Dabei werden Leerrohre aus Stahlpanzerrohr bzw. Kunststoffisolierrohr in Mauerschlitzen verlegt bzw. einbetoniert. Nach den Putzarbeiten werden Kunststoffaderleitungen mit Hilfe eines Zugdrahtes eingezogen (Unter Putz Verlegung).
Die Schlitze müssen bereits frühzeitig geplant sein.
Das nachträgliche Erweitern bzw. Verändern der Leitungen ist leicht möglich.
In Nebenräumen, Altbauten, Kellern usw. werden die Rohre auch Auf Putz verlegt.
- Mantelleitungen:
Dabei wird ein drei- oder mehradriges Kabel in einem Kunststoffisoliermantel eingebracht und Unter oder Auf Putz verlegt.
Sie werden meistens in Feuchträumen (Bad in Wohnung ist kein Feuchtraum) wie Großküchen, Kühlräumen etc. auf Gipskartonwänden, Holzkonstruktionen usw. verwendet.

 

1.5.4. Leitungsführung


In der Regel wird bei Wohnungsbauten in ca. 30 cm Höhe über dem Fußboden eine Ringleitung verlegt (Umfahrung der Öffnungen), von da führen Stichleitungen zu Steckdosen und Schaltern.

Die möglichst waagerechte und senkrechte Verlegung läßt anhand der Schalter, Lichtauslässe etc. die Leitungsführung nachher noch erkennen.

Wenn ein hoher Anspruch an die Variabilität der Nutzung gestellt wird, wie das in Krankenhäusern, Labors, Geschäftsgebäuden usw. oder Skelettbauten (Stemmen von horizontalen Mauerschlitzen auf konventionelle Weise nicht möglich) der Fall ist, werden Installationen vorgenommen in:
- Fensterbankkanälen
- Unterflurinstallationen
- Installationen in abgehängten Decken oder in einem Doppelboden
- usw.

Da oft für die senkrechte Elektroinstallation Installationsschächte (Heizung, Sanitär) mitverwandt werden, sollte die Heizungs- und Sanitärinstallation soweit abgeschlossen sein, daß die Leerrohre bzw. Elektroleitungen nicht durch Schweißarbeiten beschädigt werden.

 

1.6. Schutzvorkehrungen


Um elektrische Schäden (Brand, Unfälle) zu vermeiden, muß die Anlage durch eine Fachfirma geplant und ausgeführt werden.

Dabei müssen die EVU- und VDE- Bestimmungen eingehalten werden.


Entsprechende Schutzmaßnahmen (Einteilung nach Schutzklassen) können diese Schäden eindämmen:

- Basisisolierung:
Alle unter Spannung stehenden Teile werden isoliert.
- Schutzleiter:
Wenn die Isolierung z.B. beschädigt ist und der Schutz gegen direktes Berühren so nicht mehr gewährleistet ist, muß z.B. das metallische Gehäuse mit dem Schutzleiter verbunden sein, der bei Körperschluß den Stromfluß unterbricht.
- Fehlerstrom- Schutzschalter:
Dieser Schutzschalter unterbricht den "Fehlerstrom" (bereits unterhalb 50 V), der z.B. bei einem unterbrochenen Schutzleiter über den menschlichen Körper fließt.
Vor allem in Schwimmbädern, Saunen und Badezimmern findet dieser Schutzschalter seine Anwendung.
Diese Schutzmaßnahmen werden von Fall zu Fall durch Trenntrafos, Funktionskleinspannung, etc. ergänzt.
- Sicherungen:
In der Fachsprache als Überstrom- Schutzeinrichtungen bezeichnet, werden da eingebaut, wo sich der Leiterquerschnitt zum Verbraucher hin verjüngt. Bei zu großer Erwärmung (Ursache z.B. Überlastung) wird die Leitung unterbrochen.
Schmelzsicherungen, Fehlerstrom- Schutzschalter und Leistungsschutzschalter sind solche Überstrom- Schutzeinrichtungen.

 

1.7. Schaltervarianten


- Ausschalter: Ein Schalter schaltet eine oder mehrere Lampen (gleichzeitig)
- Wechselschaltung: Zwei Schalter schalten eine oder mehrere Lampen
- Serienschalter: Zwei Lampen werden zusammen oder getrennt geschaltet
- Kreuzschalter: Von drei Stellen wird eine Lampe geschaltet
- Stromstoßschalter: Dabei werden beliebig viele Lampen von beliebig vielen Schaltern geschaltet (Stromstoßrelais)
- Dimmer: Helligkeitsregler mit Ausschalter

 

1.8. Steckdosen


- Schutzkontakt- Steckdose: Die Schuko- Steckdose ist für Wechselstromanschlüsse vorgesehen und hat zwei Klemmen (Schutzkontakt), die über den Schutzleiter geerdet sind.
- Geräte- Anschlußdose: Dies sind Festanschlüsse für Großgeräte wie Elektroherd etc..
Es werden verschiedene Varianten (für Feuchträume, mit Schaltern, Schlüssel usw.) angeboten.
- Perilex- Drehstrom- Steckdose: Sie werden für Geräte mit drei- phasigem Anschluß verwendet (z.B. Motoren).

 

1.9. Lampen


Damit die Elektroinstallation auf die Einrichtungsvorstellung und Gewohnheiten des Bauherren abgestimmt werden kann, muß frühzeitig eine Beratung zwischen Bauherr, Architekt und Fachmann (z.B. Elektriker) stattfinden.

Die Lampe als eigentliche Lichtquelle sendet den "Lichtstrom" aus.

Der Energieverbrauch durch Beleuchtung macht etwa 8 % des gesamten Energieverbrauchs in der Bundesrepublik Deutschland aus.

Da durch den Einbau moderner Lampen und Leuchten (Lampenhalterung) und automatischer Abschaltungen Energie gespart werden kann, sollte bei bestehenden Bauten eine Modernisierung der Beleuchtung in Betracht gezogen werde.

 

1.9.1. Glühlampe


Glühlampen sind Temperaturstrahler und sind unwirtschaftlicher als Entladungslampen. Sie sind jedoch dennoch die meist verbreiteten Lichtquellen, besonders in Privathaushalten.

Ihre Lebensdauer beträgt mehr als 1000 Stunden, bei Preßglas- Reflektorlampen 2000 Stunden.

Ihre Lichtausbeute liegt zwischen 8 und 18 Lumen / Watt.

Sie werden in verschiedenen Bauformen angeboten, wie:
- Normallampen
- Kerzenlampen
- Röhrenlampen
- Pilzlampen
- Tropfenlampen
- Großkolbenlampen

Sie sind für alle gebräuchlichen Spannungen (insbesondere 230 V) anwendbar.

 

1.9.1.1. Reflektorlamp


Das sind Glühlampen, die durch ihre Form und innere Verspiegelung gekennzeichnet sind, z.B. Reflektorlampe mit geblasenem Kolben (40- 100 W), Reflektorlampe mit Preßglaskolben /100 -150 W).

 

1.9.1.2. Kryptonlampe


Der Glaskolben ist mit dem Edelgas Krypton gefüllt.
Dadurch erhöht sich die Lichtausbeute um etwa 10 %.

 

1.9.1.3. Röhrenlampe (Linestra)


Der linienförmige opal- weiße Lampenkörper mit Stecksockel wird vor allem für Spiegelbeleuchtung verwendet (35- 120 W).

 

1.9.1.4. Halogen- Glühlampe


Sie erreichen eine Lichtausbeute von bis zu 30 Lumen / Watt.
Das Füllgas enthält eine geringe Menge der Halogene Jod oder Brom.
Der Glaskolben besteht aus Hart- oder Quarzglas und kann innen mattiert, klar, opalweiß, gefärbt oder siliziert sein.
Die Lichtfarbe ist weißer.

 

1.9.1.5. Niedervolt- Halogenlampe


Niedervolt- Halogenlampen sind Halogen- Glühlampen mit kleinerer Leistung.
Sie finden als Punktstrahler einer Effektbeleuchtung Anwendung.

 

1.9.2. Entladungslampe


Dabei werden feste, flüssige oder gasförmige Stoffe mittels elektrischer Entladung (auch Überschläge und Lichtbogen) zum Leuchten gebracht.
Die Zusammensetzung des Leuchtstoffes bestimmt die Lichtfarbe.

 

1.9.2.1. Leuchtstofflampe


Sie werden in der Umgangssprache auch als "Neonröhren" bezeichnet.
Sie sind röhrenförmig und mit Quecksilberdampf gefüllt.
Ihre Lebensdauer kann bis zu 7500 Stunden betragen.
Sie werden in der Regel mit 230 V Wechselstrom betrieben.
Ihre enorme Lichtausbeute zwischen 30 und 85 Lumen / Watt ist im Vergleich zu Glühlampen 3- 4mal höher.
Trotz der relativ hohen Anschaffungskosten sind die Gesamtbetriebskosten von Leuchtstofflampen sehr gering.
Diese Lampen müssen getrennt entsorgt werden (Sondermüll).

 

1.9.2.2.Hochfrequenzlampe


Hochfrequenzröhren zünden flackerfrei ohne Starter.
Der Wirkungsgrad steigert sich etwa um 25 % gegenüber herkömmlichen Leuchtstoffröhren.

 

1.9.3. Energiesparlampe


Sie wird anstelle von Glühlampen eingesetzt. Wie Hochfrequenzlampen arbeitet auch sie mit einem Frequenzumformer.
Sie hat im Vergleich zu herkömmlichen Glühlampen eine 5 mal so hohe Lebensdauer, entwickelt weniger Wärme, und ihre Lichtausbeute ist bei gleicher Lichtfarbe bis zu 5 mal höher.
Im Vergleich zu einer 100 Watt Glühbirne ist ihr Stromverbrauch um etwa 80 % geringer.
Im Anschaffungspreis ist sie allerdings teurer (DM 25 - 40).
Sie kann in herkömmlichen Leuchten verwendet werden.

 

1.9.4. Natriumdampf- Niederdrucklampe


Ihre Lebensdauer beträgt 10000 Brennstunden, und sie hat mit 140 Lumen / Watt die höchste Lichtausbeute aller Lampen.
Die Farbwiedergabe ist jedoch nur in einem intensiven gelb möglich.

 

1.9.5. Hochdruck- Entladungslampe


Im Vergleich zu gleichstarken Natriumdampf- Niederdrucklampen, sind Hochdruck- Entladungslampen wesentlich kleiner.
Ihre Lichtausbeute beträgt bis zu 100 Lumen / Watt.
Sie werden in der Regel mit einem Vorschaltgerät an 230 V Wechselstrom angeschlossen und erreichen ihre volle Lichtleistung nach etwa 2- 5 Minuten.
Überwiegend werden sie in Außenanlagen eingesetzt (Straßenbeleuchtung, Flutlicht. etc.). Sie sind aber auch in hohen Räumlichkeiten für Präsentationszwecke zu finden.

Zu dieser Gruppe zählen z.B.:
- Natriumdampflampen
- Hochdrucklampen
- Quecksilberdampflampen
- Hochdrucklampen
- Halogenlampen
- Metalldampflampen
- usw.

 

1.9.6. Sonstige


Daneben gibt es noch einige Sonderlampen, wie:
- Fluoreszenzlampen (z.B. Pflanzenbeleuchtung)
- Effektstrahler (Schwarzlicht)
- Glühlampen- Infrarotstrahler mit Rotfilter und eingebautem Reflektor (Anwendungsbereich in Arztpraxen, Krankenhäusern, usw.)

 

1.10. Stromsparen im Haushalt


Der Stromverbrauch in einem Haushalt ohne elektrischer Raumheizung beträgt bis zu etwa 12 % des Gesamtenergiebedarfs.

Der Stromverbrauch wird durch folgende Faktoren bestimmt:
- Anzahl der elektrischen Geräte
- spezifischer Stromverbrauch der einzelnen Geräte
- Betriebszeit der Geräte

Das Nutzerverhalten ist für den Stromverbrauch von entscheidender Bedeutung. Die Verwendung von stromsparenden Geräten und deren energiebewußter Einsatz kann eine Stromeinsparung von etwa 30 % bewirken.

Im Anschluß werden einige Tips zu Stromsparmöglichkeiten im Haushalt aufgeführt.

 

1.10.1. Gerätewahl


Grundsätzlich sollte sich der Nutzer vor der Anschaffung eines elektrischen Gerätes über dessen Notwendigkeit im Klaren sein. Denn der Verzicht auf ein elektrisches Gerät trägt natürlich am meisten zur Energieeinsparung bei.

Vor dem Kauf sollte der Energieverbrauch der einzelnen, zur Auswahl stehenden Modelle verglichen werden. Energiekennzahlen, die aus Veröffentlichungen unabhängiger Prüfstellen entnommen werden können und die Produktinformationen der einzelnen Hersteller sollten die Wahl des Gerätes entscheidend beeinflussen.

 

1.10.2. Beleuchtung


Folgende Faktoren sollte dabei berücksichtigt werden:
- Installation der Schalter an geeigneten Stellen
- Einsatz von Energiesparlampen
- Abschalten der Glühlampen erst bei Schaltintervallen über 10 Minuten (ansonsten: erhebliche Verkürzung der Lebensdauer)
- Verzicht auf indirekte Beleuchtung
- Verwendung von wenigen starken statt vielen schwachen Lampen
- Abstimmung von Lichtbedarf und Leistung der Lampe

 

1.10.3. Bügeleisen


Die Wäsche sollte weder zu feucht noch zu trocken sein, da sie sonst länger gebügelt werden muß (mehr Stromverbrauch).
Dampfbügeleisen ermöglichen ein besonders schnelles Bügeln.
Auch nach Ausschalten des Gerätes kann mit der Restwärme noch begrenzte Zeit weitergebügelt werden.
Mangelgeräte haben, bedingt durch die große Oberfläche, einen relativ hohen Stromverbrauch.

 

1.10.4. Geschirrspüler


Geschirrspüler sollten in der dafür vorgesehenen Reihenfolge beladen und nur wenn sie voll sind, in Betrieb genommen werden. Unter diesen Gesichtspunkten brauchen neue Modelle weniger Energie, als wenn man das Geschirr von Hand spülen würde.

Geschirrspüler benötigen Warmwasser jedoch nur zum Haupt- und Klarspülen. Der Anschluß an Warmwasser ist vor allem bei solar erwärmtem Brauchwasser sinnvoll.

 

1.10.5. Herd


Herde benötigen Starkstromanschlüsse (380 V).

Mikrowellen, Tauchsieder und Wasserkocher arbeiten bei kleineren Mengen (Tasse Milch oder Tee etc.) wirtschaftlicher als der Herd. Für größere Mengen kann der Herd jedoch nicht ersetzt werden.

Folgende Gesichtspunkte tragen zur wirtschaftlicheren Nutzung des Elektroherdes bei:
- Verwendung von Heiß- und Umluftbacköfen (können gleichzeitig in mehreren Schichten übereinander genutzt werden)
- Verwendung von sehr gut gedämmten Backöfen
- Einsatz von Glaskeramikfeldern anstatt Gußkochplatten (bei Gußplatten muß mehr Masse aufgeheizt werden). Induktionskochplatten arbeiten am wirtschaftlichsten, sind jedoch derzeit relativ teuer und nur für Guß- und Stahlgeschirr geeignet.
- Nutzung der Restwärme nach Abschalten des Herdes
- Wassermenge zum Garen auf das Nötigste reduzieren
- Einsatz von Schnellkoch- Töpfen
- Einsatz von Töpfen, die gut schließen und deren Durchmesser etwas größer als die Kochplatte ist

 

1.10.6. Kühl- / Gefrierschrank


Kühl- und Gefriergeräte sollten nicht neben Heizkörper oder Herd und am besten sogar in einem unbeheizten Raum aufgestellt werden.

Generell muß darauf geachtet werden, daß eine ausreichende Wärmeabfuhr an der Rückseite des Gerätes (Verdampfer) möglich ist. Bei Einbaugeräten sollten Lüftungsöffnungen vorgesehen werden.

Die Geräte müssen regelmäßig abgetaut werden.

Unnötig langes Öffnen der Geräte trägt zu erheblichen Energieverlusten bei.

 

1.10.7. Waschmaschine


Nach Möglichkeit neuere Waschmaschinen mit Laugenrückhaltesystem, Sprinkler- oder Oberwassersystem verwenden.

Der Warmwasseranschluß ist insbesondere sinnvoll bei Nutzung solarer Brauchwassererwärmung oder Wassererwärmung mittels Brennwertkessel.

Waschmaschinen sollten nur in Betrieb genommen werden, wenn sie voll beladen sind (halbvolle Waschmaschinen benötigen nur unerheblich weniger Strom).

Niedrigere Waschtemperaturen verbrauchen wesentlich weniger Strom.

Den Vorwaschgang möglichst nur bei sehr stark verschmutzter Wäsche wählen.

 

1.10.8. Trockner


Trockner sollten nach Möglichkeit ganz vermieden werden.
Sie benötigen erheblich mehr Strom als Waschmaschinen.
Ablufttrockner (Abluft muß direkt ins Freie geleitet werden) arbeiten wirtschaftlicher als Kondensationstrockner.

 

1.10.9. Trinkwassererwärmung


Die Trinkwassererwärmung sollte nach Möglichkeit durch einen separaten Brauchwasserbereiter mit Anschluß an eine moderne Heizungsanlage (incl. Regelung) erfolgen.

Alternativ ist auch die Installation eines Gas- Durchlauferhitzers oder einer Gas- Etagenheizungen mit Brennwertnutzung sinnvoll (Voraussetzung: Gasanschluß vorhanden).

 

1.10.10. Stand- by- Betrieb


Stand- by betriebene Unterhaltungsgeräte (z.B. Fernsehgeräte, Stereoanlage) sollten bei längerer Nutzungspause ganz abgeschaltet werden.

 

1.10.11. Umwälzpumpe


Vor allem ältere Umwälzpumpen von Heizanlagen benötigen relativ viel Strom.
Da sie häufig falsch ausgelegt sind, laufen sie unter Umständen das ganze Jahr ohne Unterbrechung.

 

1.10.12. Verbrauch einzelner Elektrogeräte


 
Gefrierschrank
(ohne WW-Anschluß)
mittlerer Stromverbrauch (kWh/Jahr)
Standgerät 345
Einbaugerät
(72 cm hoch)
217
Einbaugerät 
(
1,40 m hoch)
293
Tischgerät 276
Gefriertruhe mittlerer Stromverbrauch (kWh/Jahr)
weniger 200 Liter 230
200 - 300 Liter 245
300 - 400 Liter 332
Kühl- Gefrier- Anlage mittlerer Stromverbrauch (kWh/Jahr)
Einbaugerät 
(1,40 m hoch)
377
Einbaugerät 
(1,80 m - 2,00 m hoch)
405
Standgerät (weniger 200 Liter) 290
Standgerät 
(200 - 300 Liter)
330
Standgerät 
(300 - 400 Liter)
391
Kühlschrank
(ohne Sternefach)
mittlerer Stromverbrauch (kWh/Jahr)
Tischgerät  178
Standgerät 180
Einbaugerät 181
Einbaugerät 
(140 cm hoch)
198
Kühlschrank
(*** - fach)
mittlerer Stromverbrauch (kWh/Jahr)
Standgerät 280
Unterbaugerät 240
Einbaugerät 245
Einbaugerät 
(1,40 m hoch)
325
Spülmaschine mittlerer Stromverbrauch (kWh) mittlerer Wasserverbrauch (Liter)
Einbaugerät 1,16 15,3
Tischgerät 1,21 16,0
Waschmaschine
(Frontlader ohne WW-Anschluß)
mittlerer Stromverbrauch (kWh/Einsatz) mittlerer Wasserverbrauch (Liter/Einsatz)
Tischgerät 0,94 47
Waschmaschine
(Toplader ohne WW-Anschluß)
mittlerer Stromverbrauch (kWh/Einsatz) mittlerer Wasserverbrauch (Liter/Einsatz)
Standgerät 0,91 50
Waschmaschine
(Top- und Frontlader mit WW-Anschluß)
mittlerer Stromverbrauch (kWh/Einsatz) mittlerer Wasserverbrauch (Liter/Einsatz)
  0,54 48
Waschtrockner
(ohne WW-Anschluß)
mittlerer Stromverbrauch (kWh/Einsatz) mittlerer Wasserverbrauch (Liter/Einsatz)
  4,25 103















1.10.13. Anschlußwerte einzelner Elektrogeräte


Steckergeräte haben nicht mehr als 2 kW.

Elektrogerät (circa) Anschlußwert
Bügeleisen 500- 2000 W
Durchlauferhitzer 18, 21, 24 kW
Elektroheizung  2, 4, 6, 8 kW
Elektroherd         6- 11 kW        
Fernsehgerät 80- 100 W
Gefriergerät                    300 W                    
Geschirrspüler 4 kW
Heißwasserspeicher (keine Steckergeräte) 3- 6 kW
Kühlschrank 0,2 kW
Radiogerät 20 W
Rasierapparat 7- 14 W
Staubsauger 1400 - 2000 W











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