anzeige

2. Geschoßwohnungsbau


An Architekten, Tragwerksplaner, Fachingenieure und Firmen werden hohe Anforderungen gestellt. Sie müssen mehr denn je guten Geschoßwohnungsbau, ausgezeichnet durch hohen Standard und günstige Preise, realisieren.

Aus den Bausünden der Vergangenheit muß gelernt werden.

Zu den Bausünden gehören:
- betonierte Höfe
- schlecht gestaltete Außenanlagen
- schlechte Grundrißplanung der Wohnungen
- Bauschäden in Folge unzureichender Planung
- u.v.a.

Da besonders in Ballungsräumen Einfamilien- und Stadthäuser dem wachsenden Bedarf an Wohnungen alleine nicht gerecht werden können, stellt sich der Geschoßwohnungsbau als Lösung dar.

 

 

2.2. Kosten


Trotz hoher architektonischer und städtebaulicher Qualität, müssen die Kosten erschwinglich sein.
Um den Kostenrahmen nicht zu überschreiten, müssen Rationalisierungsmaßnahmen vorgenommen werden wie:
- Dachgeschoßausbau
- geringe und gleichbleibende Spannweiten
- Wintergärten statt Balkone oder Terrassen (Anrechnung auf die Wohnfläche bis zu 100 %) einfache Baukörper in Form von Drei- oder Vierspänner
- einige sich wiederholende Bautypen
- kostensparende Bauteile (z.B. vorgefertigte Elemente: Treppen, Decken, Dächer, Garagen etc., Serienprodukte: Fenster, Treppen usw., großformatige dünne Trenn-, Innen- und Außenwände)

 

2.3. Ökologie


Folgende Kriterien sollten nach Möglichkeit berücksichtigt werden:
- flächensparende Bauweise
- Reduzierung der versiegelten Flächen auf ein Minimum
- Baustoffwahl auch unter Berücksichtigung ihrer ökologischen Verträglichkeit
- Nutzung von passiver Sonnenenergie
- Dach - und Fassadenbegrünung
- aktive Nutzung der Sonnenenergie
- Regenwassernutzung
- Reduzierung des Wasserverbrauchs
- besserer Wärmeschutz
- Schaffung von Biotopen

 

2.4. Kommunikation


Um die Kommunikation unter den Bewohnern zu fördern, sollte an Gemeinschaftseinrichtungen wie Aufenthaltsräume, Cafes, Werkstätten usw. gedacht werden.

 

2.5. Erholungswert


Frei- und Grünflächen, Loggien, Wintergärten, Terrassen, Balkone etc. tragen erheblich zum Erholungswert bei.

 

2.6. flexible Wohnungsgrundrisse


Eine flexible Gestaltung der Grundrisse entspricht mehr den unterschiedlichen Bedürfnissen der Bewohner.

 

2.7. Mitbestimmung der Bewohner


Das Mitwirken der Bewohner bei der Planung erhöht später die Akzeptanz der Wohnanlage.

 

2.8. Bebauungsplan


Die Festsetzungen der Bebauungspläne schränken formale Gestaltung und Nutzungsplanung oft stark ein und stehen auf diese Weise häufig wirtschaftlicheren Lösungen im Weg.

.



© by Bauherr.de, 1997-2005