anzeige

10. Natursteine


10.1. Vorbemerkung

Natursteine werden bei Hochbaukonstruktionen je nach ihrer Belastbarkeit und Verwitterungsbeständigkeit verwendet als:
- Mauersteine
- Pflaster- und Wegesteine
- Werksteine (Treppenstufe, Boden- und Wandplatten)
- Dachschiefer
- Zuschlagstoffe für Beton usw.

 

 

10.2. Natursteinarten


Sie werden je nach Entstehungsweise in drei Gruppen unterteilt:

 

10.2.1. Ablagerungsgesteine


Ihre bautechnischen Eigenschaften sind von vorherrschender Temperatur, Druck und Bindemittel während den Entstehungsphasen abhängig.

Sie werden in folgende Gruppen unterschieden:
- Sandsteine (z.B. Quarzit- Sandsteine, Grauwacke)
- Tuffsteine
- Kalksteine (z.B. Travertin)
- Gipsstein
- Brekzien
- Konglomerate

 

10.2.2. Umwandlungsgesteine


Die bautechnischen Eigenschaften sind sehr stark von dem jeweiligen Ausgangsgestein abhängig, wie z.B. Marmor, Gneis, Schiefer oder Quarzit.

 

 

10.2.3. Erstarrungsgesteine


Sie werden nach dem Entstehungsort in drei Gruppen untergliedert:

 

 

10.2.3.1. Tiefengesteine


Sie finden besonders im Außenbereich Anwendung, da sie sich durch ihre hohe Verschleiß- und Druckfestigkeit und Frostbeständigkeit auszeichnen.
Diorit, Granit, Syenit und Gabbro sind Vertreter der Tiefengesteine.

 

 

10.2.3.2. Ergußgesteine


Auch hier sind die bautechnischen Eigenschaften von Alter und Witterungseinflüssen abhängig.
Quarzporphyr, Diabas, Basalt und Trachyt gehören z.B. zu dieser Gesteinsart.

 

10.2.3.3. Ganggesteine


Ihre Eigenschaften zeichnen sich durch Verschleiß- und Druckfestigkeit, Wetterbeständigkeit und hohe Dichte aus.
Zu dieser Gesteinsart gehören z.B. Granit-, Diorit-, Syenit- oder Gabbroporphyr.

 

 

10.3. ökologischer Aspekt


Unter baubiologischen und ökologischen Aspekten sind Natursteine durchaus empfehlenswerte Baustoffe.

Um Sanierungs- und Konservierungsarbeiten auf ein Minimum zu reduzieren, sollten in nässebeanspruchten Außenbereichen nur wasserfeste, säure- und tauwasserfeste Steine mit hoher Dichte verwendet werden.

Bei der Anwendung im Innenbereich sollte die gute Wärmeleitfähigkeit von Natursteinen bedacht werden, die dem Körper Wärme entzieht. Deshalb werden Steinfußböden häufig als kalt empfunden.

Ihre Wärmespeichereigenschaft wirkt sich in Verbindung mit Fußbodenheizungen vorteilhaft aus.

Magmatische Gesteine (z.B. Granit) sollten besonders bei der Anwendung im Innenbereich auf ihre Radioaktivität hin überprüft werden.

 

 

10.4. Überblick über einige Natursteine


In der folgenden Tabelle sind die wichtigsten Daten einiger, innerhalb der Bundesrepublik Deutschland vorkommenden Steine aufgeführt.

Naturstein Rohdichte Anwendungsbereich
Basalt 2,95- 3,00 Treppen, Bodenbeläge, Verkleidung innen und außen, Brücken-, Wasser- und Straßenbau, Außenanlagen
Diabas 2,80- 2,90 Treppen, Bodenbeläge, Verkleidung innen und außen, Brücken-, Wasser- und Straßenbau, Außenanlagen
Dolomit 2,65- 2,85 Verkleidung innen, Außenanlagen, Brücken-, Wasser- und Straßenbau, Massivbauten außen
Granit 2,60- 2,80 Treppen, Bodenbeläge, Verkleidung innen und außen, Brücken-, Wasser- und Straßenbau, Außenanlagen
Marmor 2,65- 2,85 Verkleidung innen und außen, Treppen, Bodenbeläge
Sandstein 2,00- 2,65 Treppen innen, Bodenbeläge innen, Massivbauten außen, Außenanlagen
Schiefer 2,60- 2,80 Verkleidung innen und außen


Jura- Marmor Fränkischer Muschelkalk
Main- Sandstein Tali- Sandstein
Gauinger Travertin Italienischer Travertin

 



© by Bauherr.de, 1997-2005