| 9. mineralische Baustoffe | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Mineralisch gebundene
Baustoffe werden durch ein organisches Bindemittel, meistens Zement, Mörtel, Gips oder
Kalk, zusammengehalten. Die wichtigsten Grundstoffe sind:
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| Im wesentlichen wird
Zement aus den Grundstoffen Kalkstein, Ton und Anhydrit (unter hohem Energieaufwand)
produziert. Bei der Zementherstellung werden je nach Zusammensetzung und Verwendungszweck unterschieden:
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| Sie sind langlebig und
werden überwiegend als Außen- Dämmung von Betonbauteilen verwendet. Holzwolle- Leichtbauplatten sind umwelt- und gesundheitsverträglich und werden aus längsgehobelter, langfaseriger Holzwolle mit Gips, Zement oder Magnesia (Bindemittel) hergestellt. |
| In Abhängigkeit vom
verwendeten Bindemittel kann leichte Radioaktivität ausgehen. Allgemein gesehen bilden sie keine Gefährdung. |
| In Faserzementplatten
kommt heute kein Asbest mehr zum Einsatz. Sie bestehen u.a. aus:
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| Je nach
Anwendungsgebiet werden Baugipse in Haftputz-, Fertigputz- und Maschinenputzgips, denen
man unterschiedliche Füllstoffe (z.B. Sand, Perlite) zusetzt, unterteilt. Stuck- und Putzgipse finden in Innenräumen Anwendung. Sie verhärten sehr schnell und weisen keine Zusatzstoffe auf. |
9.8. Beton |
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9.9. Mörtel |
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| Man unterscheidet Mauermörtel und Putzmörtel. |
| Das Verhältnis zwischen
Zuschlagstoffen (z.B. Traß, Flugasche, Farbpigmente, Sand) und Bindemitteln (z.B.
Mauerbinder, Zement) wird in der jeweiligen Mörtelgruppe definiert. Bei Leichtmörteln werden Leichtzuschläge (z.B. Bims) beigemengt. |
| Sie werden mit mineralischen
oder organischen Bindemitteln und dem Zuschlagstoff Sand (in unterschiedlichen
Verhältnissen) hergestellt. Nach Möglichkeit sollten mineralische Bindemittel, wie z.B. Kalkbinder, Naturgips oder Anhydrit zum Einsatz kommen. Dämmputze enthalten Zuschlagstoffe, wie z.B. Perlite, um die Wärmedämmeigenschaften zu verbessern. Putze sollten sowohl das Eindringen von Niederschlagswasser in die Wand verhindern, als auch die Wasserdampfdiffusion nicht zu stark behindern. Der Putz wird in der Regel in mehreren Lagen aufgebracht. Die Festigkeit der einzelnen Schichten sollte zur Oberfläche hin abnehmen. Sie dürfen nicht dünner als 5 mm aber auch nicht dicker als der dreifache Größtkorndurchmesser sein. Dies bedeutet z.B. bei einer Körnung von 0- 8 mm eine Schichtdicke von etwa 2,4 cm. Je leichter der Putz, umso größer ist seine Dampfdurchlässigkeit. Leichte Putze sind jedoch auf der anderen Seite gegen Schlagregen und Spritzwasser empfindlicher. Putze mit hohem Zementgehalt sind gegen Nässe unempfindlicher, mindern jedoch auch die Elastizität (Rißgefahr). Rißbildung kann neben fehlender Elastizität auch durch die Verwendung von großformatigen Steinen hervorgerufen werden (Voraussetzung: Putz weist größere Festigkeit als Mauerwerk auf). |
| Aufgrund der Zusammensetzung unterscheidet man: |
| Zementestrich setzt sich je
nach Fertigungsklasse aus Mörtel und Zement zusammen. Zuschläge (unterschiedliche Körnung von Kies oder Sand) und Additive werden beigemengt. |
| Gußasphaltestrich besteht aus
den Komponenten Bitumen und Hartbitumen. Er findet z.B. bei Altbausanierungen Einsatz. Hier sind keine Trocknungszeiten notwendig. Die Mindestdicke darf 20mm nicht unterschreiten. |
| Er setzt sich aus
anorganischen bzw. organischen Füllstoffen (z.B. Quarzsand, Korkmehl oder
Weichholzspäne), wäßriger Salzlösung und Magnesiumoxid zusammen. Magnesiaestrich darf nicht mit Stahlbauteilen in Berührung kommen (mit Sperrmaterial umkleiden), da dies Korrosionsschäden hervorrufen kann. |
| Dabei fungiert Anhydrit als
Bindemittel. Er darf nicht in Räumen mit dauerhafter Feuchtigkeitseinwirkung zum Einsatz kommen. Er trocknet schneller als Zementestrich ab und ist raumbeständig. |
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| Terrazzo ist Zementestrich, der mit Quarz, weißem oder schwarzem Marmor, Porphyr, Ziegel etc. und gemahlenen Oxidfarben veredelt wird. |