| 8. Metalle | ||||||||||||||||||||||||||||||
| 8.1. Vorbemerkung Metalle sind bei Hoch- und Tiefbaukonstruktionen unentbehrlich für:
Ihr Einsatz sollte
aber gut überdacht sein (Suche nach Alternativen). Die Metallgewinnung und Verarbeitung
ist nur unter sehr großem Energieaufwand, Schwermetall- und Schadstofffreisetzung
möglich und deshalb ökologisch gesehen sehr umstritten.
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| Stahl und Eisen
stellen die größte Gruppe der Gebrauchsmetalle dar. Zunächst wird Roheisen aus Eisenerzen in Hochöfen mittels Reduktion gewonnen. Dabei entstehen Hochofenschlacken, die zu Pflastersteinen, Hüttensteinen, -sand, -bims, -zement etc. (Radioaktivität !) weiterverarbeitet werden. Roheisen ist im Bauwesen kaum zu gebrauchen und wird zu Gußeisen oder Stahl aufbereitet. |
| Stahl stellt die größere der
beiden Gruppen da. Der kristalline Aufbau (im wesentlichen abhängig von Temperaturbehandlungen und Zugabe anderer Stoffe) bestimmt die mechanischen Eigenschaften. Stahl wird nach der Verwendungsmöglichkeit in Grund-, Qualitäts- und Edelstahl und nach seiner Zusammensetzung in un- bzw. legierten Stahl unterschieden. Je nach Aufbereitung finden er als Betonstahl (z.B. Betonstahlmatten, Betonrippenstähle), Tragwerke, verschiedene Stahlprofile, Stahlrohre, Bolzen u.s.w. Anwendung. |
| Man untergliedert weißes
Gußeisen (Schlüssel, Schlösser etc.) und graues Gußeisen (Heizkörper, Abwasserrohre,
Kanaldeckel etc.). Sie unterscheiden sich durch gebundenen bzw. ungebundenen Kohlenstoff. Bedingt durch den relativ hohen Kohlenstoffanteil, verhält sich Gußeisen spröde und läßt sich weder kalt noch warm verformen. |
| Sie umfassen alle
Metalle außer Eisen. Man unterscheidet leichte NE- Metalle und schwere NE- Metalle. |
| Dieses NE-
Leichtmetall wird aus Bauxit gewonnen. Es benötigt zu seiner Herstellung
einen besonders hohen Energieaufwand. Es ist relativ leicht verformbar und korrosionsbeständig. Reinaluminium und in verschiedenen Legierungen (z.B. mit Mangan, Zinn, Magnesium etc.) wird es für Dachdeckungen, Geländer, Fensterprofile usw. verwandt. |
| Es findet überwiegend in Form von Legierungen Anwendung, wie z.B. bei Heizkörperverkleidungen, Beschlägen, Geländern u.s.w.. |
| Blei ist sehr giftig,
korrosionsbeständig, weich und sogar im kalten Zustand verformbar. Es ist in der Lage, radioaktive Strahlung, Röntgenstrahlen und Schall zu absorbieren. Verwendung findet Bleiblech (in der Regel aus Kupferblei) bei Schall- und Strahlenschutzmaßnahmen, Rinnenauskleidungen, Flachdachdeckungen etc.. |
| Die Oxidationszahl gibt
Aufschluß über Nutzen oder aber auch Schädigung für den Menschen. Es kommt bei der Galvanik (verchromen) und in Legierungen (z.B. für Holzimprägnierungen oder Farbpigmente) zum Einsatz. |
| Kupfer darf nicht in
Berührung mit unedleren Metallen, wie Aluminium oder Eisen kommen. Es ist korrosionsbeständig und relativ leicht verformbar. Eingesetzt wird es in der Elektroindustrie, Warmwasserinstallation (Rohrleitungen), in Form von Kupferblechen für Spenglerarbeiten etc.. Legierungen mit Zinn und Zink (Neusilber), Zinn (Zinnbronze) oder Zink (Messing) werden für Armaturen, Beschläge, Glocken, Ventile u.v.a. verwendet. |
| In der Reinform findet es kaum
Anwendung. Durch seine hohe Korrosions- und Hitzebeständigkeit wird es in Legierungen mit Eisen, Kupfer, Chrom etc. eingesetzt. |
| Titan wird bei der Herstellung von Eisenbahnrädern und als Pigment für Mörtel und Anstriche benötigt. |
| Aufgrund seiner Eigenschaften wird es in Legierungen für Spenglerarbeiten, Wandbekleidungen (Titanzink), Armaturen, Beschläge (Kupfer- Zink, bzw. Kupfer- Zinn- Zink) etc. und als Korrosionsschutz für Stahl (feuerverzinkt) genutzt. |
| Es ist in Konservierungsstoffen (Klebstoffe, Farben), Legierungen (siehe Zink) und als Rostschutzschicht über Stahlblech, Weißblech etc. enthalten. |
| Abhängig von den
verschiedenen Metallen müssen Vorsorgen gegen Korrosion getroffen werden. Dies kann erfolgen durch:
Bei neuen Bauteilen wird der Korrosionsschutz in der Regel bereits in der Spezialwerkstatt vorgenommen. |