| 4. Fußbodenbeläge | ||||||||||||||||||
| 4.1.
Vorbemerkung Bodenbeläge sind gewissen Modetrends unterworfen. Bei der Auswahl sollte jedoch neben optischen Gesichtspunkten stets auf folgende Kriterien geachtet werden:
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| Die gebräuchlichsten
Holzböden sind Dielen (Tanne, Kiefer, Fichte), Pflaster (Eiche, Kiefer) und Parkett (z.B.
Esche, Buche). Sie sind fußwarm, antistatisch (bei richtiger Oberflächenbehandlung) und elastisch.
In der Regel
werden sie mit der Unterlage verklebt (Empfehlung: lösemittelarme Dispersionskleber) oder
auf einem Lattenlager vernagelt.
Räume, die dauerhaft durch Feuchtigkeit belastet sind, sind für Holzböden nicht geeignet. |
| Zunächst wird der Holzboden
imprägniert (Leinölfirnis oder Grundieröl) und anschließend gewachst (möglichst auf
Naturwachs- oder Naturölbasis). Der Pflegeaufwand im Vergleich zu lackierten Böden ist größer, aber dafür auch holzgerechter. Die Schutzschicht läßt sich nachträglich leicht an einzelnen Stellen ausbessern. |
| Der Lack muß sehr elastisch
ausgebildet sein und schützt den Holzboden vor Feuchtigkeit und chemischen Stoffen, die
im Haushalt immer noch häufig verwendet werden. Dabei sollte ein giftklassefreier Parkettsiegel mit Härtezusatz zum Einsatz kommen. Reaktionslacke und Lacke auf Polyurethanbasis sind nicht empfehlenswert. |
| Teppichböden sind
wegen ihrer Behaglichkeit sowie wärme- und trittschalldämmenden Eigenschaften sehr
beliebt. Beim Verlegen werden sie in der Regel verklebt. Da Klebstoffe oft Lösemittel, Biozide, Weichmacher, Konservierungsstoffe und andere chemische Zusätze enthalten können, muß eine sorgsame Auswahl getroffen werden. Textile Bodenbeläge werden aus Rohstoffen wie Ziegenhaar, Schurwolle, Kokosfasern, Schurwolle, Erdöl etc. mit Hilfe von Web-, Nadelfilz- oder Tufttechniken hergestellt. Teppichbelägen werden häufig chemische Zusätze gegen Motten, Bakterien, schnelle Verschmutzung, statische Aufladung usw. beigemengt. Aus ökologischen und gesundheitlichen Gründen sollte man vorzugsweise textile Bodenbeläge aus Naturfasern ohne Schaumrücken (oder Trägermaterial aus Syntheselatex) und ohne chemischen Zusätzen wählen. Eine Verspannung von bestimmten Webteppichen mit Nadelleisten kann die große Klebstoffproblematik umgehen. Dieses Verfahren wird jedoch nur noch von wenigen Fachfirmen ausgeführt und ist mit einem erheblichen Kostenaufwand verbunden. Teppiche sind im Vergleich zu anderen Bodenbelägen (z.B. Kork) kurzlebiger. |
| Fliesen haben eine
günstige Wärmeleitfähigkeit und der menschliche Körper empfindet deshalb einen
Fliesenboden häufig kalt. Die Verwendungsdauer ist nicht nur von der Abriebgruppe (I- sehr leichte Beanspruchung, II- leichte Beanspruchung, III- mittlere Beanspruchung, IV- stärkere Beanspruchung, V- starke Beanspruchung), sondern besonders von der Bruchempfindlichkeit eines Fliesenwerkstoffes abhängig. Sie werden mit dem Untergrund verklebt (möglichst umweltverträgliche Klebstoffe verwenden). Gesamtökologisch gesehen sind Fliesen in der Regel als umweltverträglich einzustufen. |
| Natursteine sind gute Wärmeleiter und der menschliche Körper empfindet deshalb einen Natursteinbelag häufig als fußkalt. |
| Linoleum zeichnet sich
durch seine Pflegeleichtigkeit, Langlebigkeit und günstige Preislage aus. Es wird in vielen verschiedenen Designs geliefert. Linoleum wird hergestellt aus:
Es wird vollflächig
verklebt (Empfehlung: lösemittelarme Dispersionskleber). |
| Sie werden aus PVC,
Polyolefinen oder Synthese- Gummi (Rohstoff Erdöl) hergestellt. Vorteile von Kunststoffbelägen:
Nach Möglichkeit sollten diese Bodenbeläge jedoch aus ökologischen Gesichtspunkten durch Holz, Kork- oder Linoleumböden ersetzt werden. |
| Korkböden werden
flächig verklebt (möglichst Verwendung von Naturharzen) und müssen in Naßräumen
versiegelt (Empfehlung: Fußbodenhartwachs, Holzhartöl) werden. Sie sind im Vergleich zu textilen Bodenbelägen langlebiger und strapazierfähiger. Vorteilhaft bemerkbar machen sich:
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