| 11. Türen/Tore | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
11.1 Vorbemerkung
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| Mindestanforderungen
und Maßnahmen zum erhöhten Schallschutz werden in der DIN 4109 festgehalten. So gilt beim Geschoßwohnungsbau z.B. für Türen, welche die Treppenräume bzw. Hausflure von Fluren trennen, eine Mindestanforderung an den (am Bau) zu erfüllenden Schallschutz von 27 dB. Bei Türen, die Treppenräume bzw. Hausflure von unmittelbaren Aufenthaltsräumen trennen, ist ein Mindestschallschutz von 37 dB (am Bau) erforderlich. Bei Einfamilienhäusern bestehen keine Anforderungen hinsichtlich des Schallschutzes. |
| Brandschutztechnische
Vorschriften werden in der DIN 4102 geregelt. In Mehrfamilienhäusern müssen häufig Türen zwischen Treppenhaus und Keller, zu Heizräumen oder in Schleusen als T30- Türen (mind. 30 Minuten muß die Türe ihrer Feuerschutzfunktion gerecht werden) ausgeführt werden. |
| Wärmeverluste sind
durch Undichtigkeit der Fugen und Wärmedurchgang bedingt. Eingangstüren und Fenster sind hinsichtlich Wärmeverluste in der Regel die schwächsten Bauteile der Außenhaut. Stärkere Dimensionierung, Einbau von Dämmschichten und funktionstüchtige Dichtungen (z.B. Moosbänder, Lippen- oder Schleifdichtungen) tragen zur Verbesserung des Wärmeschutzes bei. |
| Türen trennen häufig
Bereiche mit verschiedenen Luftfeuchtigkeiten und Temperaturen (Verzug !). Türblattkonstruktionen werden deshalb in drei Klimaklassen unterteilt:
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| Neben der Zuordnung zu
den einzelnen Klimaklassen, werden Türblätter auf ihre mechanische Beanspruchung hin in
drei Beanspruchungsgruppen N normal, M mittel und S stark untergliedert. Wohnungsinnentüren sollten den Beanspruchungsgruppen N bzw. M entsprechen. |
| Sie werden im
wesentlichen in Eck- (geteilte Zargen) und Umfassungszargen (umschließen die Türöffnung
einschließlich Putz) unterschieden. Stahlzargen werden anschließend an den Rohbau gesetzt und mit Zementmörtel oder Gips ausgegossen. Holzzargen werden nach den Estrich- und Putzarbeiten eingebaut. |
| Unter dem Begriff Türbeschläge werden Schlösser, Garnituren und Türbänder zusammengefaßt. |
| Türschlösser werden in der
Regel in Form von Einsteckschlössern in dafür vorgefertigte Aussparungen im Türblatt
eingebracht. Zu den gebräuchlichsten Schlössern gehören:
Nach Möglichkeit sollten Hauseingangs-, Wohnungs-, Tiefgaragentüren u.s.w. mit einem Schlüssel bedienbar sein. |
| Für Garnituren stehen sehr viele Produkte mit unterschiedlichen Formen, Materialien (Edelstahl, Messing, Kunststoff, Alu etc.), Farben und Oberflächenbehandlungen (verchromt, vernickelt, kunststoffbeschichtet etc.) zur Verfügung. |
| Auch Türbandsysteme sind für
fast jeden Geschmack erhältlich. Das Angebot reicht von zwei Flügelteilen mit Kugellager und Stift bis hin zu Einstemm-, Schippen- und Aufschraubbändern. |
Einbruchshemmend sind:
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| Innentüren werden
neben Füllungstüren etc. vor allem mit glatten, lackierten, echtholzfurnierten,
kunststoffbeschichteten usw. Oberflächen hergestellt. Innentüren aus massivem Holz finden heute kaum noch Absatz. Die Mittellagen können aus Röhrenspanplatten, Hartschaum, Kork, Vollspanplatten, Wabenmittellagen oder Röhrenspanstegen etc. bestehen. Die Konstruktion ist abgesehen von gestalterischen Gründen vor allem von der erforderlichen Beanspruchungsgruppe und Klimaklasse abhängig. Neben den gebräuchlichen einflügeligen Türen mit oder ohne Oberlichte und mit oder ohne Türseitenfeldern, sind die verschiedensten Falt-, Schiebe-, Pendel-, Teleskop- und Harmonikatüren in unterschiedlichen Höhen und Breiten, Oberflächenbehandlungen, Mittellagen und Füllungen erhältlich (siehe Türarten). |
Bei Außentüren sind
erhältlich:
Diese können ein-
oder zweiflügelig und mit bzw. ohne Oberlichten und Seitenfeldern ausgebildet sein. Ggf.
können sie auch als Schiebetüren produziert werden. |
| Die Dicke der
Verglasung ist von einigen Faktoren (z.B. Windlastenannahme, Verglasungshöhe über Grund)
abhängig. Sie muß so eingebaut werden, daß sie keinen zu großen Spannungen ausgesetzt ist. Zwischen Glas und Klemmrahmen, Beschlägen, Mauerfuge usw. muß immer eine Trennschicht (z.B. Neoprene) eingebracht werden. Glaskanten können unterschiedlich behandelt werden (säumen, schleifen, polieren etc.). Bereits bei Auftragsvergabe müssen alle Maße und Aussparungen genau festgelegt werden, da eine nachträgliche Bearbeitung auf der Baustelle nicht mehr möglich ist. Unterschiedliche Verglasungen werde ausführlich im Kapitel Fenster beschrieben. |
Für Garagentore haben
sich Systeme, die in folgenden Abbildungen zu sehen sind, bewährt.
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| Sie umfassen alle Türen, die besondere Eigenschaften hinsichtlich Brand-, Schallschutz und Einbruchssicherung (Tresortüren) aufweisen. |