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3. Aussenwände


3.1. Vorbemerkung

Außenwände (siehe auch Kapitel Sanierung: nachträgliche Außenwanddämmung) können einschalig oder zweischalig erstellt werden. Verschiedene Mauerwerkssteine werden im Kapitel mineralische Baustoffe näher erläutert. Die Verwendung von Leichtmauermörtel (Voraussetzung: geeignete Steine), Wärmedämmputz und Dämmaterialien trägt zum besseren Wärmeschutz bei.

Eine verbesserte Wärmedämmung der Außenwände eines Gebäudes kann jährlich zu einer Einsparung von bis zu 10 Liter Heizöl pro m² Außenwandfläche führen.

Außenwände müssen u.a. folgenden Anforderungen gerecht werden:

- Brand-, Schall- und Wärmeschutz
- Wärmespeicherfähigkeit
- Tragfähigkeit
- Schutz vor Schlagregen
- Diffusionsfähigkeit etc.
3.2. k- Wert
3.3. Wärmedämm- und Wärmespeichereigenschaften
A 3.3.1.leichte Außenwände
A A 3.3.1.1. Beispiele für Holzaußenwandsysteme
A A A 3.3.1.1.1. Holzständerwände
A A A 3.3.1.1.2. Blockbalkenwände
A 3.3.2. schwere Außenwände
A A 3.3.2.1. einschalige Konstruktionen
A A A 3.3.2.1.1. innenliegende Wärmedämmung
A A A 3.3.2.1.2. außenliegende Wärmedämmung
A A A 3.3.2.1.3. ohne zusätzliche Wärmedämmung
A A A 3.3.2.1.4. Beispiele für einschalige Maueraußenwandsysteme
A A 3.3.2.2. zweischalige Konstruktionen
A A A 3.3.2.2.1. Beispiele für zweischalige Maueraußenwandsysteme

 

3.2. k- Wert


Der k- Wert bei Außenwänden von Wohngebäuden mit bis zu zwei Vollgeschossen und drei Wohneinheiten darf max. 0,50 W / m² K betragen.
Dies ist in der Regel z.B. mit einer 36,5 cm dicken Ziegelaußenwand erreicht.
Liegt der k- Wert unter 0,50 W / m² K wirkt sich dies positiv auf Behaglichkeit und Raumklima aus (Temperatur der Wandinnenseite liegt bei extremen Klimabedingungen max. 2°C [2 K] unter der Raumlufttemperatur).

 

3.3. Wärmedämm-
und Wärmespeichereigenschaften


Wärmedämmeigenschaften einer Außenwand reduzieren den Wärmedurchgang von der warmen zur kalten Seite.

In der Regel gilt für die Wärmespeichereigenschaft einer Außenwand, je schwerer das Bauteil, umso besser seine Wärmespeicherfähigkeit.

 

3.3.1. leichte Außenwände


Zu leichten Außenwänden werden solche gezählt, deren flächenbezogene Masse weniger als 300 kg / m² aufweist.
Bei Außenwänden ohne Dämmschicht zählt dabei die gesamte Masse des Bauteils, bei Außenwänden mit Dämmschicht die Masse der Schichten, die raumseitig vor der Dämmschicht angeordnet sind.



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3.3.1.1. Holzaußenwandsysteme


 

3.3.1.1.1. Holzständerwände





Holzständerwand mit Dämmstoff
(Zelluloseplatten)

Herstellung einzelner Bauteile vor
der Montage auf der Baustelle

 

3.3.1.1.2. Blockbalkenwände



 

3.3.2. schwere Außenwände


Bei schweren Außenwänden treten aufgrund ihrer Wärmedämm- und Wärmespeicherfähigkeit in allen Jahreszeiten geringere Temperaturschwankungen im Rauminneren auf.
Dies wirkt sich positiv auf das Raumklima aus.



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3.3.2.1. einschalige Konstruktionen


 

3.3.2.1.1. innenliegende Wärmedämmung


Einschalige Außenwände mit innenliegender Wärmedämmung setzen die Wärmespeicherfähigkeit erheblich herab (die innenliegende Dämmschicht verhindert eine Erwärmung der Außenwand und der ungedämmte äußere Wandteil nimmt nahezu die Außentemperatur an).

Die erheblichen Temperaturschwankungen können zu Rissebildungen führen (da ungedämmte Tragschicht die jeweilige Außentemperatur annimmt).

Wärmebrücken an einbindenden Wänden und Decken sind konstruktive Problemzonen.

Die für das Raumklima wichtige Feuchte- und Wärmespeicherkapazität der Wand ist, bedingt durch die Innendämmung, nicht nutzbar (Wasserdampfdiffusion wird verhindert).

Die Dämmung muß hinsichtlich ihrem schallschutztechnischen Verhalten überprüft werden.

 

3.3.2.1.2. außenliegende Wärmedämmung


Einschalige Außenwände mit außenliegender Wärmedämmung ermöglichen eine Erwärmung der inneren Wandschicht und sind nach außen gedämmt.
Hinsichtlich Wärmedämm- und Wärmespeicherfähigkeit stellt dies die günstigste Konstruktion dar.

 

3.3.2.1.3. ohne zusätzliche Wärmedämmung


Einschalige Außenwände ohne zusätzliche Dämmschicht sind bauphysikalisch gesehen unbedenklich. Die Wasserdampfdiffussionsfähigkeit darf jedoch durch Putze und Anstriche nicht unterbunden werden.

Die ausreichend dicke Wandkonstruktion mit geringer Rohdichte übernimmt folgende Funktionen:
- Tragfähigkeit
- Wärmespeicherung
- Wärme-, Schall- und Feuchteschutz

 

3.3.2.1.4. einschalige Maueraußenwandsysteme


Der monolithische Wandaufbau muß unter Berücksichtigung der zu Anfang genannten Anforderungen dimensioniert werden. Ziegel werden in der Regel mit einer Rohdichte von ca. 0,8 kg / dm³ bei diesem Aufbau verwendet.








 

3.3.2.2. zweischalige Konstruktionen


Zweischalige Konstruktionen mit einer schweren inneren und einer leichten äußeren Schale weisen günstige Wärmedämm- und Wärmespeicherfähigkeiten auf und zeichnen sich durch relativ geringe Temperaturschwankungen im Rauminneren aus.

Die Durchlässigkeit der Schichten für den Wasserdampfstrom sollte von innen nach außen zunehmen. Dies vermeidet schädliche Tauwasserbildung in der Konstruktion.

 

3.3.2.2.1. zweischalige Maueraußenwandsysteme


In der Regel sind zweischalige Maueraußenwände schallschutztechnisch günstiger.


 



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